Lebensmittelkontrolleure nehmen die süßen Früchte an Verkaufsständen unter die Lupe. Geprüft werden Herkunft und Pestizidrückstände. Ob die „Erdbeer-Ermittler“ viele schwarze Schafe unter den Händler ertappt haben?
Die Erdbeersaison steuert ihrem Höhepunkt entgegen, daher säumen hunderte Verkaufsstände die heimischen Landstraßen. Aber halten die dort angebotenen Früchte auch, was auf den Etiketten oder per Mundpropaganda der Händler versprochen wird?
Jeder zehnte Stand wurde kontrolliert
Dieser Frage widmete sich knapp eine Woche lang die Konsumentenschutz-Abteilung des Landes. „Lebensmittelkontrolleure haben nahezu jeden zehnten Verkaufsstand in Niederösterreich einer Überprüfung unterzogen“, erklärt die zuständige Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ). Geachtet wird dabei vor allem auf die Herkunft der Erdbeeren, diese muss nämlich an den Verkaufsständen klar ersichtlich sein. Ausgenommen von von dieser Vorschrift ist lediglich der Ab-Hof-Verkauf. „Nur in einigen wenigen Fällen war die Kennzeichnung mangelhaft“, zieht Rosenkranz eine erste Bilanz über die Einsätze der „SOKO Erdbeere“.
Achten Sie beim Kauf von Erdbeeren an Standeln auf die Kennzeichnung. Die Herkunft der Früchte muss auf der Verpackung und per Hinweisschild klar und frei ersichtlich sein.
Susanne Rosenkranz, Konsumentenschutz-Landesrätin (FPÖ)
Sieben Millionen Kilo Erdbeeren
Egal, ob frisch gepflückt, im Eisbecher, auf dem Kuchen oder als Marmelade genossen – wie beliebt die süßen, roten Früchte hierzulande sind, zeigt schon deren schiere Menge: 7 Millionen Kilo Erdbeeren werden jedes Jahr in NÖ geerntet. Seit 2021 werden die Beeren auch auf Pestizidrückstände amtlich kontrolliert. Außer bei Früchten ungarischer und polnischer Herkunft gab es seither keine Überschreitung der Grenzwerte. Rosenkranz fasst zusammen: „Die Erdbeerstände in Niederösterreich sind großteils in Ordnung!“
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