28.08.2005 14:29 |

Rally-WM

Loeb auch in Deutschland nicht zu schlagen

Unvorstellbar, dass die Rallye-Weltmeisterschaft 2006 ohne die Werksteams von Citroen und Peugeot in Szene gehen wird. Der von Ford umworbene Franzose Sebastien Loeb und der Belgier Francois Duval lieferten bei der OMV ADAC Rallye im Raum Trier eine Machtdemonstration ab und feierten eine überlegenen Doppelsieg vor den PSA-Automobilkonzern-Kollegen Marcus Grönholm (FIN) und Markko Märtin (EST).

Loeb baute die WM-Führung vor Grönholm auf 32 Punkte aus, fünf WM -Läufe sind noch ausständig. Der zweite Titel nach 2004 ist dem Elsässer damit praktisch nicht mehr zu nehmen. Das Duo Loeb/Daniel Elena (MON) gewann 13 von 19 Sonderprüfungen und brachte 37,4 Sekunden Vorsprung auf Duval/Sven Smeets ins Ziel. Der Weltmeister hat aber bereits am Samstag das letzte Risiko vermieden, ebenso wie sich die Finnland-Sieger Grönholm/Timo Rautiainen (+2:04,8 Minuten) bereits früh mit Rang drei abgefunden hatten.

Der 31-jährige Elsässer Loeb, der bei seinen Ausfahrten zum achten Saisonerfolg durchaus Zeit für einen intensiveren Blick aus dem Fenster hatte - "Es ist ein schönes Land, und ich genieße meine relaxte Fahrt" - gewann als dritter Pilot nach Tommi Mäkinen (FIN/1999 bis 2002 Monte Carlo) und Richard Burns (GBR/1998 bis 2001 Großbritannien) vier Mal en suite den gleichen WM-Lauf (2002 bis 2005).

Im Kampf um die Plätze ab fünf spielte es sich hingegen ordentlich ab. Nachdem am Samstag Petter Solberg (NOR/Subaru Impreza) und Toni Gardemeister (FIN/Ford Focus) nach Problemen zurückgefallen waren und der Skoda von Lokalmatador Armin Schwarz nicht mehr fahrtauglich war, kam am Sonntag für den auf Rang acht liegenden Ford-Piloten Dani Sola Vila aus Spanien (Ausrutscher SP 15) der Rückschlag.

Mieses Wochenende für Österreicher
Für die Österreicher war die Fahrt nicht von Erfolg begleitet. Manfred Stohl/Ilka Minor (Citroen Xsara WRC/OMV World Rally Team), Beppo Harrach/Andreas Schindlbacher, Toto Wolff/Gerald Pöschl (beide Mitsubishi Lancer Evo VIII) und Quirin Müller/Peter Müller (GER/AUT/Mitsubishi Lancer Evo VIII/Red Bull Rallye Junior Team) waren ausgefallen und zumindest vorerst im Rahmen der SuperRally weitergefahren. Für Stohl kam dann am Samstag in der elften SP das endgültige Aus. Als letzten noch nonstop im Bewerb gewesenen Österreicher hatte es dann am Sonntag auf der 14. Prüfung Red-Bull- Junior-Pilot Andreas Aigner erwischt. Der nächste WM-Lauf geht von 15. bis 18. September in Wales in Szene.

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