Versuchter Mord

Nach Messerangriff auf Polizisten: Anklage erhoben

Gericht
16.07.2024 11:54

Ende Mai griff ein 41-Jähriger einen jungen Polizisten am Wiener Keplerplatz mit einem Messer an. Dieser überlebte laut medizinischen Gutachten nur wegen einer Stichschutzweste. Die Staatsanwaltschaft Wien erhebt nun Anklage wegen versuchten Mordes gegen den Jordanier. Der wohl durch die Hand von Beamten sterben wollte ...

Einmal mehr war die Waffenverbotszone rund um den Reumannplatz bzw. Keplerplatz der Tatort eines Mordversuchs: Am 24. Mai attackierte ein 41-Jähriger einen jungen Polizisten. Lediglich seine Stichschutzweste habe das Leben des Beamten gerettet, hieß es. 

Schutzweste rette Polizisten das Leben
Die Staatsanwaltschaft Wien erhob nun Anklage gegen Mohammed Ismail R. wegen versuchten Mordes. „Ein medizinisches Sachverständigengutachten belegt, dass die Beschaffenheit der Tatwaffe und die Art des Angriffs ohne die Schutzweste des Polizisten zu tödlichen oder mindestens lebensbedrohlichen Verletzungen geführt hätte“, so die Anklagebehörde in einer Aussendung.

Aus einem Polizeibus heraus wurde die wüste Szene am Wiener Keplerplatz gefilmt.
Aus einem Polizeibus heraus wurde die wüste Szene am Wiener Keplerplatz gefilmt.(Bild: krone.at)

Seit Ende März gilt in Teilen um den Reumannplatz in Wien-Favoriten eine Waffenverbotszone. Der angeklagte Täter tauchte seitlich hinter einem Beamten auf, der gerade eine Kontrolle durchführte. Plötzlich holte der dunkelhaarige Mann aus und sticht mit voller Wucht zu. Gefilmt wurde der Angriff aus einem Polizeibus aus. 

„Suicide by Cop“
In seiner ersten Einvernahme gibt der Jordanier schließlich preis, er habe „Suicide by Cop“ begehen wollen – sprich, durch Polizeibeamte nach der Attacke getötet werden wollen. Die Anklage ist noch nicht rechtswirksam. Ein Prozesstermin gegen den 41-Jährigen steht deswegen noch aus. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu lebenslange Haft. 

Brennpunkt Wien-Favoriten
Die Messerattacke auf den 24-jährigen Polizisten ist eine von vielen Gewalttaten, die damals in wenigen Wochen Wien-Favoriten erschütterten. Am 17. März kam es zugleich zwei Messerstechereien: Ein 28-Jähriger soll bei der Favoritenstraße einen völlig Unbekannten niedergestochen haben. Bei der U-Bahnstation Reumannplatz soll ein 19-jähriger Syrer einen jungen Wiener mit einem Springmesser angegriffen haben – sein Prozess begann am 11. Juli. Ebenfalls im März eskalierte am Reumannplatz ein Streit, bei dem ein 32-Jähriger einen tiefen Stich in den Oberschenkel erlitt.

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