Spanien wittert vor dem EM-Finale gegen England einen Skandal. Die ungleiche Verteilung der Tickets stößt den Spaniern sauer auf. Lediglich 8000 Tickets wurden an die Anhänger der „Furia Roja“ verteilt, England darf sich auf die Unterstützung von über 50.000 Heimfans im Berliner Olympiastadion freuen.
Für England geht es um den ersten Titel seit 58 Jahren oder 21.169 Tagen, Spanien könnte nach einem überragenden Turnier zum alleinigen Rekord-Europameister aufsteigen. Doch vor dem Endspiel der Fußball-EM (21 Uhr im Sportkrone.at-Ticker) herrscht vor allem im Lager der Spanier große Aufregung. „Am Sonntag im Stadion werden wir mehr als 50.000 Engländer und 8.000 Spanier sehen, obwohl halb Spanien nach Berlin kommen will“, ärgert sich Journalist Manu Carreño in der Sendung „El Larguero“, die er auf dem spanischen Radiosender „Cadena Ser“ moderiert.
Auch David Cebollada, Präsident des spanischen Fanclubs „La Marea Roja“, wütet über die niedrige Quote. „Das ist ein echter Skandal. Wir arbeiten seit zwölf Jahren daran und es gibt Partner, die einen bezahlten Flug und ein bezahltes Hotel haben, aber keinen Zugang zum Stadion bekommen.“
Kritik an UEFA-Ticketsystem
Cebollada kritisiert das Online-Ticketsystem der UEFA: „Sie haben Codes verschickt und ich weiß nicht, wer sie erhalten hat. Ein paar sind bei unserem Fanclub angekommen. Für die ersten drei Spiele konnten wir Tickets kaufen, aber von da an haben uns die UEFA und die RFEF (Spanischer Fußballverband, Anm. d. Red.) im Stich gelassen.“
Unklar ist auch, wie die englischen Fans an so viele Karten gekommen sind.Die spanischen Anhänger können nur hoffen, dass sich ihre Spieler auf dem Spielfeld revanchieren.
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