Die heftigen Gewitter Freitagabend haben auch für blockierte Zugstrecken gesorgt: Am Bahnhof im obersteirischen Unzmarkt saßen allein 500 Fahrgäste fest, nachdem umgestürzte Bäume die Südbahn lahmgelegt hatten. Das Rote Kreuz versorgte die in Summe 500 gestrandeten Fahrgäste mit Trinkwasser, für Kinder gab es außerdem Snacks und Süßigkeiten.
Aufgrund einer defekten Oberleitung und Gleisblockaden in Folge des heftigen Gewitters hieß es in den Abendstunden in den Bahnhöfen Unzmarkt und im benachbarten kärntnerischen Friesach nichts geht mehr. Mehr als 200 Personen mussten aus Friesach mit Bussen nach Unzmarkt gebracht werden, um von dort aus ihre Reise in Richtung Wien fortzusetzen.
Passagiere saßen stundenlang fest
Im Bahnhof Unzmarkt selbst saßen zusätzlich mehr als 300 Personen fest und mussten bis zu vier Stunden auf ihre Weiterfahrt warten. Bis in die Nachtstunden waren sieben Mitarbeiter und ein Notarzt mit zwei Rettungswagen, dem Kommandofahrzeug sowie einem Notarzteinsatzfahrzeug im Dienst.
Da das Platzangebot in den Bussen begrenzt ist, sollten nach Möglichkeit auch alternative Reisemöglichkeiten genutzt oder die Reise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Bitte der ÖBB
Und der Versorgungseinsatz dauert weiter an. „Mit einem Ende des Einsatzes ist nach Rücksprache mit dem Eisenbahnkonzern nicht vor Sonntagabend zu rechnen“, sagt Bezirksrettungskommandant Peter Hackl. „Über den Tag und die Nacht verteilt rechnen wir erneut mit hunderten zu betreuenden Personen.“
Denn vorerst muss die Strecke zwischen Unzmarkt und Friesach gesperrt bleiben, ein Shuttleverkehr mit Bussen ist für den Nah- und Fernverkehr eingerichtet, hieß es am Samstag seitens der ÖBB. Zusätzlich fahren Sonderzüge für den Fernverkehr zwischen Unzmarkt und Bruck an der Mur sowie Friesach und Klagenfurt.
Auch Haushalte ohne Strom
Aufgrund des heftigen Sturms wurden aber nicht nur Gleise durch Muren verlegt und Oberleitungen beschädigt, umstürzende Bäume kappten auch Strommasten. Rund 2000 Haushalte in den Bezirken Weiz, Bruck-Mürzzuschlag und Leoben waren auch am Samstagvormittag noch ohne Strom.
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