In einer Garage zusammengekauert harrte Alexandra C. aus, während Hurrikan „Beryl“ mit 240 km/h ihre Wahlheimat, die kleine Karibik-Insel Carriacou, dem Erdboden gleich machte. Das Dach ihres Hauses sah sie noch vorbeifliegen. „Es ist ein Albtraum“, sagt die gebürtige Grazerin im Krone+-Interview.
„Innerhalb von ein paar Stunden hat sich alles, was du kennst, grundlegend verändert – es ist wie ein Albtraum!“ Mit diesen Worten beschreibt Alexandra C. die schweren Stunden, seit Hurrikan „Beryl“ ihre Wahlheimat, die Insel Carriacou in der Karibik, getroffen hat. Mit 240 Kilometern pro Stunde verwüstete er das kleine Stück Land am 1. Juli innerhalb von gerade einmal 30 Minuten. „Beryl“ ist zu diesem Zeitpunkt noch ein Hurrikan der Kategorie 4, der zweithöchsten Stufe, wird schließlich aber auf Kategorie 5 hochgestuft. Kaum ein Haus auf Carriacou kann dem Sturm standhalten.
Der Schock sitzt noch tief
Alexandra C. lebt seit zwölf Jahren auf der „Insel der Riffe“, wie Carriacou auch genannt wird. Die Grazerin kam einst als Tauchlehrerin und blieb der Liebe wegen. Seit ein paar Wochen wohnten sie und ihr Mann im Ferienhaus einer Freundin, um auf deren Tiere aufzupassen. „Zu unserem großen Glück eines der wenigen gemauerten Häuser auf der Insel – das Holzhaus, in dem wir uns davor aufgehalten haben, wurde vom Hurrikan komplett zerstört.“
Man sieht der jungen Frau beim Videotelefonat an, wie emotional mitgenommen sie ist. „Es fällt mir auch echt schwer, über alles nachzudenken und es zu beschreiben“, sagt sie. Für uns tut sie es dennoch.
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