Ukraine-Konflikt

Burgenländer hilft: Unterstützung trotz Krieg

Burgenland
05.07.2024 08:58

Seit mehr als zwei Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Einer, der von Anfang an geholfen hat, ist der Eisenstädter Peter Wagentristl mit seinem Verein „Aufbruch“.

Bereits mehrere Male war er in den vergangenen Monaten in dem osteuropäischen Land, um vor allem Medikamente und dringend benötigte medizinische Geräte an Spitäler zu liefern. Darunter an die Geburten- und Kinderabteilungen der Universitätsklinik in Czernowitz und des städtischen Bezirkskrankenhauses in Chotyn. „Es gibt in diesen Gebieten keine Kriegshandlungen, aber es kommt auch dort immer wieder zu Luftalarmen und Stromabschaltungen“, berichtet Wagentristl. Auch durch die Gedenkstätten für die Gefallenen sei der Krieg allgegenwärtig.

Helfen, im Rahmen der Möglichkeiten
Für die Kliniken sei die Versorgung mit bestimmten Geräten, Medikamenten oder medizinischen Artikeln teilweise schwierig. Auch der fachliche Austausch mit Kollegen ist kaum möglich. Hier springt „Aufbruch“ ein. „Wir versuchen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, die unser kleiner Verein hat, zu helfen“, sagt Wagentristl, selbst Mediziner und langjähriger Leiter der Kinder- und Jugendabteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Beim letzten Besuch im Mai wurde neben Medikamenten auch ein Ultraschallgerät für Neugeborene und Säuglinge übergeben.

Übergabe des Ultraschallgerätes.
Übergabe des Ultraschallgerätes.(Bild: zVg)

Spital und Private unterstützen Aktion
Der Bedarf ist damit aber bei Weitem nicht gedeckt. Derzeit ist Wagentristl dabei, ein Kinderurethrocystoskop und ein finanzierbares Ultraschallgerät für die Neonatologie in Czernowitz zu organisieren. In der Vergangenheit wurde der Eisenstädter Kinderarzt beim Ankauf von Medikamenten und medizinischen Geräten vom Eisenstädter Spital unterstützt. Aber auch Privatpersonen fördern die Initiative, darunter der Bürgermeister von Leithaprodersdorf, Martin Radatz, der anlässlich seines 60. Geburtstages um Spenden bat, welche unter anderem an den Verein „Aufbruch“ gingen. „Die Initiative ist eine tolle Sache, bei der ich weiß, dass das Geld zu 100 Prozent den Menschen zugutekommt“, so Radatz.

Arme sind geblieben
Im August will Wagentristl wieder in die Ukraine fahren, mit dem dringend benötigten Ultraschallgerät und Kinderurethrocystoskop an Bord. Vor Ort sollen die Ärzte dann auch eine entsprechende Einschulung erhalten. „Vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten sind nach Ausbruch des Konflikts im Land geblieben. Sie sind besonders auf eine gute Gesundheitsversorgung angewiesen“, sagt der Eisenstädter.

Spenden an den Verein „Aufbruch“:
IBAN: AT 72 3300 0000 0113 3925
Dr. Hans Peter Wagentristl

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