BMWs achte Generation der großen GS ist auf der Straße, mit 1,3-Liter-Boxer, stärker und leichter als zuvor. Was fehlt ist die Adventure-Version dieser BMW R 1300 GS – die kommt im November auf den Markt. Mit mächtigem Tank, Hightech-Optionen und einigen durchdachten Details.
Optisch unterscheidet sich die neue Adventure mehr denn je von ihrer zivilen Schwester. Wie bei der Vorgängerin passen 30 Liter in das Alu-Spritfass, das serienmäßig über Gummiablagen verfügt und einige intelligente Befestigungsösen für Gepäckstücke aufweist. Außerdem eine Gelenklagerung mit Schnappverriegelung für den als Zubehör erhältlichen Zwölf-Liter-Tankrucksack.
Auch die LED-Zusatzscheinwerfer sind jetzt gut geschützt in die Tankverkleidung integriert.
Im Standard-Trimm und als GS Trophy erinnert das Design etwas an ein Lego-Bike, aber es gibt auch die Triple-Black-Version, sowie die in Dunkelgrün mit goldenen Linien gehaltene „Option 719 Karakorum“.
Fettes Bike, aber auch für klein Gewachsene geeignet
Der Fahrersitz ist serienmäßig höhenverstellbar und bietet wahlweise 870 oder 890 mm Sitzhöhe auf. Als Sonderausstattung ab Werk ist die neue adaptive Fahrzeughöhenregelung verfügbar. Im Stillstand sowie bei langsamer Fahrt wird die Fahrzeughöhe um jeweils 30 mm (840/860 mm) abgesenkt. Die Hochstellzeit beträgt circa drei Sekunden, das Absenken dauert etwa 1,5 Sekunden. Zusätzlich kann man eine weitere Absenkung um 20 mm ordern, womit die Mindesthöhe auf 820 mm sinkt.
Das neue elektronische Fahrwerk Dynamic Suspension Adjustment (DSA) ist serienmäßig. Es kombiniert in Abhängigkeit vom gewählten Fahrmodus sowie von Fahrzustand und Fahrmanövern die dynamische Anpassung der Dämpfung vorne und hinten mit einer entsprechenden Anpassung der Federrate („Federsteifigkeit“). Für einen Beladungsausgleich sorgt die automatisierte Anpassung der Federbasis.
Die Fahrmodi Eco, Rain, Road und Offroad sind Standard, Offroad Pro ist optional. Hier eine Übersicht der Modi:
Stärkster BMW-Boxer ever
Der Motor entspricht der normalen GS. Er ist zwar nicht der emotionalste, aber der stärkste Boxer, den BMW jemals serienmäßig in ein Motorrad gebaut hat: 145 PS leistet er und liefert bei 6500/min. überaus kräftige 149 Nm. Der beeindruckend geschmeidige Schub aus engen Kehren quasi ab Standgas ist ihm aber abhandengekommen. Das wird bei der Adventure nicht anders sein.
Geschaltet wird normalerweise klassisch mit sechs Gängen. Gegen Aufpreis ist nun aber der „Automatisierte Schaltassistent“ für vollautomatisierte Kupplungsbetätigung mit manuellem oder automatisiertem Schalten erhältlich.
Mehr Federweg
Die neue R 1300 GS Adventure verfügt vorne wie hinten über 20 mm längere Federwege, vorne 210 mm (R 1300 GS: 190 mm) und hinten 220 mm (R 1300 GS: 200 mm). Daher haben sich die Werte für Nachlauf und Radstand geändert. Der Nachlauf beträgt 118,8 mm (R 1300 GS: 112 mm) bei identischem Lenkkopfwinkel von 63,8 Grad und der Radstand beträgt 1534 mm (R 1300 GS: 1518 mm).
Die Räder messen 19 Zoll vorne und 17 Zoll hinten. Serienmäßig sind Kreuzspeichenräder mit Aluminium-Felgenringen, optional Enduro-Schmiederäder mit einem Gewichtsvorteil von ca. 1,8 kg, die laut BMW aber weniger robust sind.
Radarsystem kann jetzt noch mehr
Der Tempomat ist serienmäßig, mit der optionalen Radaranlage („Riding Assistant“) wird er auf Wunsch adaptiv. Ebenfalls optional ist die Radaranlage. Damit sind dann auch Frontkollisions- Spurwechselwarnung sowie die ganz neue Heckkollisionswarnung an Bord. Diese Rear End Collision Warning (RECW) signalisiert dem nachfolgenden Verkehr durch Warnblinken mit erhöhter Frequenz, dass eine drohende Heckkollision bevorsteht. Die zivile R 1300 GS hat das bisher nicht, bekommt die Option aber mit dem Modelljahr 2025.
Jede Menge Stauraum
Für große Reisen lässt sich jede Menge Gepäck unterbringen, wenn man in entsprechende Koffer investiert. Die Seitenkoffer fassen 37 bzw. 36,5 Liter und lassen sich mit einer Erweiterung um jeweils zehn Liter vergrößern. Ins Topcase passen 37 Liter. Dieses sowie der linke Koffer verfügt über eine Magnetkupplung für einen USB-Anschluss im Inneren.
Marktstart in Österreich ist im November zu Preisen ab 24.940 Euro. Serienmäßig mit Heizgriffen, Keyless Ride (für Lenk-, Zünd- und Tankschloss) etc. Der Hauptständer kostet extra.
Angesichts der Ausstattung ist die Adventure mit 269 kg fahrfertig relativ leicht – da ist aber noch kein Hauptständer dabei – der kostet extra.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.