Die älteren „Krone“-Leser werden sich noch erinnern: In Wien wurde bis in die späten 1970er-Jahre Skispringen praktiziert. Bis zu 20.000 Besucher bestaunten Sprünge bis zu 65 Meter. Viele Jahre später kämpfen die Wiener Stadtadler um die Errichtung einer Schanzenanlage. Seitens der Stadt gibt es das Bekenntnis zur Unterstützung, die auch Legende Andi Goldberger bei der „WienAIR“ in OÖ mit über 100 Talenten forderte – oben im Video!
Tiefe Hocke, rechtzeitig abspringen, Skispitzen anziehen, V machen und mit Telemark landen – tausend Gedanken gehen dem neunjährigen Paul aus Simmering binnen weniger Sekunden durch den Kopf. Eine psychische wie physische Meisterleistung. Die Konzentration darf nicht nachlassen, sonst gibt es blaue Flecken. Im besten Fall. „Es tut gar nicht so weh“, versucht mich Flora vor meinem Premierensprung zu beruhigen.
Was für mich eine einmalige Angelegenheit ist, bedeutet für die Kids der Wiener Stadtadler die Welt. Eine Welt, in der sie allerdings mit großen Nachteilen gegenüber ihren Landsleuten in Westösterreich leben müssen. Denn die Kids mussten bereits eineinhalb Stunden mit dem Auto von Wien nach Mürzzuschlag gekarrt werden. Zeit, die vom Training abgeht. Zeit, die unter einer Schulwoche einfach nicht zur Verfügung steht.
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