Ein Möchtegern-Musiker aus Südamerika stand wegen Falschgeld vor Gericht in Feldkirch.
Dass er immer in Geldnot steckt, hat der 21-jährige Südamerikaner schon in der Vergangenheit bewiesen. Dass ihm jedes Mittel recht ist, um an Geld zu kommen, auch. Zwei Vorstrafen hat er in dem Zusammenhang schon ausgefasst. Die Letzte wegen schweren Raubes.
Seit Montag muss sich der Mann am Landesgericht Feldkirch unter anderem wegen Erwerb und Weitergabe von Falschgeld in Höhe von 16.000 Euro verantworten. Mit ihm angeklagt, ein gleichaltriger Österreicher mit Migrationshintergrund, der ebenfalls schon mit zwei Vorstrafen belegt ist. Dabei geriet der Erstangeklagte eher zufällig ins Visier der Kripo. Im Zuge einer Hausdurchsuchung in Deutschland hatten die Beamten Falschgeld sichergestellt. Der 21-Jährige wurde daraufhin ausgeforscht.
Bis zu fünf Jahre Haft möglich
Im Prozess bestreitet er jegliche kriminelle Absicht. „Ich wollte ein Musikvideo drehen. Darin wollte ich mit Geld herumschmeißen und suggerieren, dass ich reich bin“, sagt er. Im Internet habe er dann einen Mann kennengelernt, der ihm gegen Gebühr Falschgeld herstellt. Zur Übergabe sei er mit zwei anderen Kollegen, darunter der Zweitangeklagte, nach Ulm gefahren. Doch der bestreitet, vom Falschgeld gewusst zu haben. Der Prozess wurde vertagt. Den Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft.
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