Marko Arnautovic hat nach wie vor keine gesicherte Zukunft bei Inter Mailand. Während der ÖFB-Stürmer einen Verbleib bevorzugen würde, haben die Mailänder andere Pläne. Der italienische Meister hofft, dass sich Arnautovic bei der EM ins Schaufenster stellen kann und drückt Österreich die Daumen.
Die Pläne von Inter sind klar, wie die „Gazzetta dello Sport“ berichtet: Arnautovic soll im Sommer abgegeben werden, um mit dem frei werdenden Gehalt einen jüngeren Stürmer nach Mailand zu holen. Den Nachfolger hat man dabei in Genua ausgemacht. Albert Gudmundsson soll kommen und für mehr Torgefahr sorgen.
Arnautovic selbst hingegen möchte nicht unbedingt wechseln, würde lieber in der Lombardei bleiben. „Ich habe noch einen Vertrag bei Inter bis 2025, bin komplett zufrieden, werde mich nach der EURO wieder auf Inter vorbereiten“, erklärte der Stürme so etwa erst im Mai. Angebote aus Saudi-Arabien und der Türkei soll er deshalb bereits abgelehnt haben.
Rot-Weiß-Rot statt Schwarz-Blau
Die Situation bereitet den Verantwortlichen in Mailand deshalb Kopfzerbrechen. Zwar schätzt man den 35-Jährigen und seinen Einfluss auf die gute Teamchemie sehr – doch Fußball ist ein hartes Geschäft. Das Gehalt, das wohl rund 3,7 Millionen Euro ausmachen dürfte, soll eingespart werden. Die von Inter erhoffte Torquote konnte Arnautovic, auch Verletzungen geschuldet, nicht erreichen. Deshalb soll jetzt der bald 27-jährige Isländer her.
Angeblich hat Fiorentina Interesse an einer Verpflichtung gezeigt, doch so richtig reizen scheint dieses Angebot den Österreicher auch nicht. Inter hofft deshalb, dass Arnautovic mit dem ÖFB-Team eine starke EM spielt und sich dabei ins Schaufenster stellt. Damit sollen weitere Klubs aus den europäischen Topligen auf ihn aufmerksam werden. Nur so, ist man sich in Mailand sicher, könnte man dem Stürmer einen Wechsel schmackhaft machen. Die „Nerazzurri“ sind damit plötzlich zu großen Österreich-Fans bei dieser EM geworden.
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