Trends zur EU-Wahl

Wer hat die Nase vorn in Niederösterreich?

Niederösterreich
09.06.2024 18:15

Niederösterreich stellt mit 1,299.132 möglichen Stimmen nicht nur die meisten Wahlberechtigten, sondern auch gleich drei prominente Parlamentarier. Daher traten ÖVP und SPÖ – anders als die übrigen Parteien – hierzulande auch mit eigenen, blau-gelben Spitzenkandidaten an. Die Frage des Abends lautet: Konnte die Volkspartei zumindest hier ihre „Hausmacht“ verteidigen?

„Wer an der Wahl teilnimmt, setzt ein Zeichen für Demokratie, Frieden und Freiheit“, sagte Landtagspräsident Karl Wilfing im Gespräch mit der „Krone“. Wie er warben Vertreter sämtlicher Couleurs daher nicht nur um Stimmen für die eigene Partei, sondern vor allem um eine hohe Wahlbeteiligung. Wie berichtet, stieg zuletzt die Wahlbereitschaft vor allem bei jenen Niederösterreichern, die EU-kritische Parteien favorisieren.

Drei Niederösterreicher stellen sich Wiederwahl
Dazu zählen ÖVP und SPÖ garantiert nicht: Denn mit gleich drei prominenten Parlamentariern sorgten diese beiden Parteien in den vergangenen fünf Jahren für eine starke blau-gelbe Stimme in Brüssel. Für den Weg dorthin hat Günther Sidl von der SPÖ bereits 165.000 Eisenbahnkilometer zurückgelegt. Im Wahlkampf hat er in der Heimat 250 Termine absolviert.

SPÖ-Kandidat Günther Sidl wählte daheim in Petzenkirchen. (Bild: Crepaz Franz)
SPÖ-Kandidat Günther Sidl wählte daheim in Petzenkirchen.
Davor tourte er mit den roten Granden Andreas Babler und Sven Hergovich wahlkämpfend durchs Land. (Bild: Imre Antal)
Davor tourte er mit den roten Granden Andreas Babler und Sven Hergovich wahlkämpfend durchs Land.

Schwarze Doppelspitze aus den Bünden
Beschäftigt waren auch die Kandidaten der ÖVP: Wie es mittlerweile fast Gewohnheit ist, trat mit Alexander Bernhuber und Lukas Mandl je ein Vertreter von Bauernbund und NÖAAB als Doppelsitze an. Während der Mostviertler Landwirt Bernhuber auf dem sicheren dritten Listenplatz stand, ging sich für Mandl nur der wackelnde fünfte Platz aus. Im Vorfeld nannte ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker aus Wiener Neustadt fünf Mandate ein „gutes Ergebnis“.

Lukas Mandl übte sich am Sonntag in Zuversicht: Der Gerasdorfer steht als Listenfünfter bei der ÖVP auf einem Wackelplatz. (Bild: Imre Antal)
Lukas Mandl übte sich am Sonntag in Zuversicht: Der Gerasdorfer steht als Listenfünfter bei der ÖVP auf einem Wackelplatz.
In St. Pölten warb der EU-Parlamentarier bis zuletzt um jede Stimme. (Bild: Krone NÖ)
In St. Pölten warb der EU-Parlamentarier bis zuletzt um jede Stimme.

ÖVP dürfte Platz 1 in Niederösterreich gerettet haben
Und dieses dürfte sich in der Tat ausgegangen sein: Vor allem Bernhuber dürfte der ÖVP laut ersten Trends viele Stimmen aus dem weiten Land geerntet haben. „Angesichts der schlechten Prognosen zeigt der Trend ein passables Ergebnis“, sagt dieser. Dennoch müsse sich die Partei jetzt hinterfragen. Rasch war klar, dass die ÖVP zumindest im schwarzen Kernland Niederösterreich an erster Stelle rangiert. Die offizielle Bestätigung dafür gibt es aber erst um 23 Uhr.

Auch Alexander Bernhuber (ÖVP) wohnt im Mostviertel, genauer in Kilb. (Bild: Imre Antal)
Auch Alexander Bernhuber (ÖVP) wohnt im Mostviertel, genauer in Kilb.
Mit Verteidigungsministerin Klaudia Thanner und Bauernbund-Direktor Paul Nemecek beim „Bärenwirt“ in Petzenkirchen. (Bild: Crepaz Franz)
Mit Verteidigungsministerin Klaudia Thanner und Bauernbund-Direktor Paul Nemecek beim „Bärenwirt“ in Petzenkirchen.

SPÖ startet nächsten Wahlkampf
Die blau-gelbe SPÖ übte sich in Zweckoptimismus. Man habe die fünf Mandate gehalten, freute sich der rote Parteimanager Wolfgang Zwander. Weil aber nach der Wahl immer auch vor der Wahl ist, schloss er an: „Der große Verlierer des Tages ist jedenfalls die ÖVP, die zweistellig verloren hat.“

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