Die zweimalige Titelverteidigerin Iga Swiatek ist im Expresstempo ins Viertelfinale der French Open eingezogen. Die Polin zeigte gegen Anastasia Potapowa eine makellose Vorstellung, gewann in nur 40 Minuten 6:0, 6:0.
Swiatek ist, vor allem auf Sand, durchaus dafür bekannt, „Nullen“ an ihre Gegnerinnen zu verteilen. Keine Spielerin gewann in den letzten Jahren annähernd so häufig Sätze zu „0“ oder zu „1“. Ihre Leistung gegen Potapowa war allerdings besonders speziell, ein Ausdruck absoluter Dominanz.
Die Weltranglistenerste beging so gut wie keinen Fehler, dominierte von Beginn an fast jeden Ballwechsel. Mit Fortdauer des Spiels wurde ihre Überlegenheit immer klarer, von den letzten 36 Ballwechseln gingen 32 an die Turnierfavoritin.
„Ein seltsames Match“
In nur 40 Minuten, dem kürzesten Match ihrer Karriere, siegte Swiatek 6:0, 6:0, machte 48 Punkte gegenüber nur 10 auf Seiten der Russin. „Das war ein echt seltsames Match“, wusste auch Swiatek gar nicht, was da passiert war. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sie dieses seltene Kunststück in Roland Garros schaffte. Bereits im Vorjahr hatte sie die Doppel-Null an die Chinesin Wang Xinyu verteilt, insgesamt schaffte sie das bereits fünf Mal in ihrer Karriere.
In der U12 und U14 hatte Swiatek bereits gegen Potapowa gespielt, dort auch bittere Niederlagen erlitten, wie sie berichtete. Etwa im Semifinale der Orange Bowl, als sie Matchball hatte. Was hat sich seither geändert? „Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich alles, weil ich älter bin und besser spiele.“
Auch Gauff locker weiter
Ebenfalls nur 60 Minuten benötigte Coco Gauff, um das Viertelfinale zu erreichen. Die US-Amerikanerin, die vor zwei Jahren im Pariser Finale Swiatek unterlag, besiegte Elisabetta Cocciaretto (It) 6:1, 6:2. „Ich bin echt froh über meine Leistung“, freute sich die Weltranglistendritte. Das letzte Mal, als wir spielten, war es richtig hart.“
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