Mangel an Munition
Ukrainisches Heer weiterhin unter Druck im Osten
Die russische Armee habe eines der wenigen Dörfer an der ostukrainischen Front erobert, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Das Dorf südlich von Bachmut hatte vor dem Krieg etwa 500 Bewohnerinnen und Bewohner.
Russische Streitkräfte hatten das Dorf im Jänner 2023 schon einmal unter ihre Kontrolle gebracht, aber der Kriegsgegner nahm es im September desselben Jahres wieder ein. Die ukrainische Armee steht derzeit unter großem Druck: Sie kämpft in der nordöstlichen Region Charkiw gegen eine neue russische Offensive und ist zugleich mit einem erheblichen Mangel an Munition an den Frontlinien konfrontiert.
Seit Beginn der Bodenoffensive hat das russische Heer immer wieder Geländegewinne gemeldet. Am Montag wurde mit der Einnahme der Bastion Bilohoriwka der Weg für die vollständige Kontrolle über die östliche Region Luhansk geebnet.
Polizist und Zivilpersonen getötet
Die jüngsten Kämpfe forderten wieder Tote. Im Nordosten der Ukraine kam ein Polizist während einer Evakuierung nahe der Front ums Leben. Sein Kollege wurde verletzt. Das Polizeiauto, in dem die beiden unterwegs waren, wurde von einer Drohne getroffen.
Die ukrainische Armee soll laut russischen Behörden unterdessen die besetzte Stadt Lyssytschansk und die russische Region Belgorod beschossen haben. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. „Mehrere Luftziele wurden abgeschossen, als sie sich dem Dorf Belenkoje näherten. Zu unserem großen Bedauern wurde dabei ein Zivilist getötet“, teilte Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur von Belgorod, mit.
Der Kreml behauptet, mit der Offensive in der ukrainischen Oblast Charkiw eine „Sicherheitszone“ schaffen zu wollen, die künftige ukrainische Angriffe auf die russische Grenzregion verhindert (siehe Video oben).












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