Warum reden Eltern bei der Partnerwahl mit? Wie schürt man das erotische Feuer, ohne sich zu verbrennen? Warum leben manche Paare wie Geschwister zusammen? Wie erklärt man dem Liebsten, dass man „Liebe an und für sich“ befriedigender findet? Psychologin und Kabarettistin Isabella Woldrich klärt auf.
„Krone“: Verliebt man sich weniger leicht, wenn man mit sich selbst rundum glücklich und zufrieden ist?
Isabella Woldrich: Verlieben kann man sich in allen Lebenslagen. Die Frage ist nur, wie lange die Beziehung dann auch hält. Befindet man sich z.B. in einer Krise, verwechselt man oft Hilfe mit Liebe. So verliebt man sich dann in einen Leidensgenossen oder in jemanden, der einem durch diese schwere Zeit hilft. Befindet man sich dann wieder auf sicherem Land, sind auch oft die Gemeinsamkeiten weg. Daher ist es sicherlich gut, sich aus einer stabilen Position heraus zu verlieben. Andernfalls besteht die Gefahr von symbiotischen Beziehungen, in denen es eher darum geht, sich zu „brauchen“, um persönliche Defizite aufzufüllen, anstatt sich gegenseitig zu bereichern. Außerdem ist man für potenzielle Lebenspartner um einiges attraktiver, wenn es einem selber gut geht und man ein gutes Lebensgefühl ausstrahlt. Daher peppe ich meine Single-Damen und -Herren in meiner Praxis immer erst auf, damit sie mit sich selbst zufrieden sind, bevor ich sie in den Dating-Dschungel schicke (lacht).
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