Mi, 19. Dezember 2018

Backhausen-Deal

19.10.2012 16:06

Scheich lässt auch letzte Zahlungsfrist verstreichen

Für den Traditions-Textilbetrieb Backhausen heißt es jetzt definitiv zurück an den Start. Der austro-saudische Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber hat am Freitag auch die letzte Frist für seine versprochene 2,85-Millionen-Euro-Investition verstreichen lassen. Firmenchef Reinhard Backhausen will ab Montag Gespräche mit Ersatzinvestoren aufnehmen.

"Ich bin enttäuscht, dass er sich nicht an die Verpflichtungen gehalten hat. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hat er noch betont, dass ihm diese Partnerschaft am Herzen liegt", sagte Backhausen, der die Firma gemeinsam mit seinem Bruder in der sechsten Generation führt. Bis Freitagmittag habe man keinen Zahlungseingang verbucht, und es sei auch nicht davon auszugehen, dass dies in den verbleibenden Stunden des Tages passiere.

Al Jaber hätte schon im Mai zahlen sollen
Um die Stoffproduktionsfirma zu retten, hätte Al Jaber insgesamt 3,2 Millionen Euro zuschießen sollen. Er leistete aber lediglich eine Anzahlung von 350.000 Euro. Die 2,85 Millionen Euro Differenz hätte er eigentlich schon bis Ende Mai begleichen sollen, doch er verschob die Zahlung so lange, bis es den Banken reichte und Backhausen das Insolvenzverfahren eröffnen musste.

Nun werden die Karten komplett neu gemischt. "Al Jaber ist jetzt einer von vielen Interessenten. Es besteht keine exklusive Bindung mehr, selbst wenn er noch zahlt", so Backhausen.

Sechs bis acht Wochen Zeit für Investorensuche
Nachdem Al Jaber als Investor ausfällt, muss es bei Backhausen sehr schnell gehen. "In den nächsten sechs bis acht Wochen sollte Klarheit herrschen, wer die neuen Partner sind", so der Firmenchef. Er gab sich zuversichtlich, alles zu einem positiven Ende zu bringen. Bevorzugt werde ein strategischer Partner, es würden aber auch Gespräche mit Finanzinvestoren geführt. Mögliche Investoren gebe es sowohl in Österreich als auch in Deutschland.

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