Wo bleibt der Hausverstand, wo das mächtige Wort unserer viel gerühmten Sozialpartnerschaft? Da treibt eine überehrgeizige Funktionärs-Gruppe die AUA in eine völlig unnötige Existenzkrise – und alle schauen zu, nichts passiert. ÖGB-Präsident Katzian lässt gewähren, seinem Möchtegern-Nachfolger Hebenstreit geht es wie seinerzeit Helmut Qualtinger als „Wildem mit seiner Maschin“: „Ich weiß zwar nicht, wohin ich fahr’, aber ich bin auf jeden Fall früher dort.“
Leidtragende sind die AUA-Beschäftigten und alle Kunden der Airline, mehr noch: Die Spätfolgen können ziemlich dramatisch ausfallen. Es hätte die größte Investition in der Geschichte der AUA werden sollen, jetzt stehen die Zeichen auf Schrumpfung des Unternehmens.
Die Abstimmung über das AUA-Angebot ist nordkoreanisch organisiert gewesen, wenn schon so ideologieschwanger: Warum begnügen sich die Rädelsführer (und Gewerkschaftskapos) nicht so wie die Kommunisten in Graz mit maximal 2500 Nettobezug pro Monat? Da wäre das Gedränge um das ÖGB-Präsidentenamt wohl enden wollend.
Kann man zulassen, dass einige Radikalinskis riesige Infrastrukturbetriebe mit Tausenden Betroffenen lahmlegen? Wollen wir Verhältnisse wie bei der Deutschen Bahn, wo ein Gewerkschafts-Kapo dieses Staatsunternehmen in ein Desaster gelenkt hat? Wo Milliarden an Steuergeldern verpuffen?
Was bisher bei uns geschah, ist eine Ohrfeige für die Sozialpartnerschaft. Höchste Zeit, dass hier vermittelt wird. Hebenstreit & Co. können es leider nicht.
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