Wegen Tunnelprojekt

Köstendorfer alarmiert: „Das ist für uns zu viel“

Salzburg
18.04.2024 08:00

Die Köstendorfer Bürger schlagen Alarm: Neben dem großen Verladebahnhof für das Aushubmaterials des Flachgautunnels könnte auch das Werk für Tunnel-Tübbinge kommen.

Tübbinge sind für den Bau des Flachgautunnels der ÖBB unerlässlich. Sie bilden quasi die Schale der Tunnelröhren. Diese könnten direkt am großen Portal in Köstendorf hergestellt werden und verbaut werden. So wurde es im derzeit öffentlich aufgelegten UVP-Verfahren eingereicht. „Das ist für einen kleinen Ort eigentlich zu viel“, sagt Matthias Neumayr, Chef der größten Bürgerinitiave in der Gemeinde. Denn durch den Wegfall der Aushubdeponien inklusive Förderbänder muss nun auch ein großer Verladebahnhof mit acht Gleisen im Ort gebaut werden. Von dort soll das Aushubmaterial abtransportiert werden. „Wir wollen uns und dem späteren Bauauftragnehmer die Entscheidung, ein Tübbingwerk vor Ort zu errichten oder die Tübbinge anzutransportieren, jedenfalls offenlassen“, sagt Robert Mosser von den ÖBB. Heißt: Das Werk ist möglich, aber nicht fix. Denn die Tübbinge könnten auch mit der Bahn antransportiert werden.

Bürgermeister Wolfgang Wagner setzt auf Information für Köstendorfer und ruft auf, sich Initiativen anzuschließen. (Bild: Tschepp Markus)
Bürgermeister Wolfgang Wagner setzt auf Information für Köstendorfer und ruft auf, sich Initiativen anzuschließen.
Matthias Neumayr hat eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Er kämpft schon seit Jahren und will die Belastungen im Ort so gering wie möglich halten. (Bild: Tschepp Markus)
Matthias Neumayr hat eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Er kämpft schon seit Jahren und will die Belastungen im Ort so gering wie möglich halten.

Weststrecke schränkt die Möglichkeiten ein
Dabei könnte es aber zu Schwierigkeiten mit der viel benutzten Weststrecke kommen. Geplant ist, dass nur in der Nacht, wenn weniger Züge unterwegs sind, das Material aus Köstendorf weggefahren wird. Darum ist der große Verladebahnhof mit acht Gleisen nötig, um das Material unter Tags verladen zu können.

Durch die vielen, großen Eingriffe im Ort rücken auch die Grenzwerte etwa für Staub und Lärm in den Mittelpunkt. Diese sollten, geht es nach den Bürgern, deutlich niedriger angesetzt werden.

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