Bis zu 20 Prozent

Saharastaub bremst Solarstrom-Produktion

Oberösterreich
09.04.2024 09:00

Der getrübter Himmel senkt Ertrag beim Solarstrom in Oberösterreich derzeit um bis zu 20 Prozent – in Deutschland war es so arg, dass sogar Kraftwerke aktiviert werden mussten. Weil aber der PV-Boom bei uns so stark anhält, werden Ausfälle leicht kompensiert.

Heute trübt der Saharastaub die Luft über Oberösterreich noch einmal kräftig ein und nervt die PV-Anlagen-Betreiber: Im Schnitt 20 Prozent weniger Ertrag kommt von den Dächern. In Deutschland gab’s zu Ostern sogar Einbrüche von 50 Prozent, mancherorts mussten wieder Kraftwerke eingeschaltet werden. „Bei uns werden diese Abweichungen von den PV-Neubauten leicht kompensiert. Wir mussten noch nicht eingreifen“, sagt Christoph Schuh von Austria Power Grid, wo der Stromfluss bundesweit koordiniert wird.

300 neue Anlagen pro Woche
So wurden allein im März jede Woche mehr als 300 Sonnenstromanlagen in Oberösterreich in Betrieb genommen – in der Mitte des Vorjahres waren es sogar 900 pro Woche gewesen. Bei der Energie AG, die selbst große Solarstromanlagen betreibt, wird der Saharastaub als „normale Schwankung“ bezeichnet. Übrigens: Wer glaubt, die Panele von der feinen Staubschicht befreien zu müssen, sollte sich nicht in Gefahr begeben: „Ein Regenguss reicht für die Reinigung“, heißt es von den Experten der Energie AG.

1,7 Mio. Kilowatt-Peak

Rund 100.000 PV-Anlagen sind in OÖ in Betrieb, heuer erwartet man, dass die Leistung auf 1,7 Millionen Kilowatt-Peak steigt. Rein rechnerisch genug, um die Netzlast in OÖ abzudecken.

So wirkt Saharastaub
„Der Saharastaub begünstigt auch die Wolkenbildung, weil sich die Feuchtigkeit in der Luft an die Staubkörner anhaftet“, erklärt Alexander Ohms von Geosphere-Austria – zu Ostern und jetzt kam vergleichsweise viel Wüstensand aus Afrika zu uns, mit einem stürmischen Wetterumschwung heute Abend sollte diese staubige Periode aber vorbei sein.

Wann es wieder solche Wetterlagen gibt, können Meteorologen nicht vorhersagen, Frühling und Herbst sind aber am „anfälligsten“.

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