Neue Initiative der katholischen Kirchen: In der Südoststeiermark fährt man jetzt per Tuk Tuk zu den Menschen.
Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen, kommt die Kirche eben zu den Menschen! Nach diesem Motto startete das Team des Seelsorgeraums Südoststeiermark das Projekt „Kirche on the road“. Dabei fährt man mit einem Lastendreirad, „Himmels-Tuk-Tuk“ genannt, zu öffentliche Orten wie Marktplätzen, Schulen oder Einkaufszentren.
Warum? „Viele Menschen bleiben den Kirchen und ihren Themen fern. Das Bedürfnis nach spirituellen Gesprächen oder Beistand gibt es aber nach wie vor“, erklärt Maria Pieberl-Hatz vom Seelsorgeraum. „Die Menschen kommen mit ihren Sorgen, sprechen über gesundheitliche Probleme oder die Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Egal wo wir mit dem Tuk Tuk Station machen, die Leut‘ rennen uns die Türen ein!“, freut sie sich.
Pfarrer von neuem Konzept begeistert
Begeistert vom Erfolg der Tuk-Tuk-Touren ist auch Pfarrer Johannes Lang, der stets bei den Stationen dabei ist. „Man merkt, dass es nicht zwingend notwendig ist, den Glauben in der Kirche zu leben, sondern überall. Und: wir merken auch wo kirchenpolitisch der Schuh drückt und was wir besser machen können.“
Das Projekt ist inzwischen so erfolgreich, dass es durch den Innovationsfonds der Diözese Graz-Seckau zur Gänze finanziert wurde. Und auch die Radkersburger Jugend engagiert sich: so wurde das Tuk Tuk von einer Klasse des dortigen BORG farblich gestaltet. „Demnächst wollen wir auch die evangelische Kirche mit auf Tour nehmen“, so Pieberl-Hatz.
Philipp Braunegger, „Steirerkrone“
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