Opfer wurden betäubt
„Tinder-Vergewaltiger“ erhielt in Paris lange Haft
Ein als „Tinder-Vergewaltiger“ zu zweifelhafter Berühmtheit gelangter Fotograf wurde in Paris zu 18 Jahren Haft verurteilt. Dem 38-Jährigen wurden zwölf Vergewaltigungen und drei Fälle sexuellen Missbrauchs zur Last gelegt. Der Mann soll zumeist junge Frauen in sein Fotostudio gelockt und mit Alkohol oder K.-o.-Tropfen in einen wehrlosen Zustand versetzt haben.
Auf Kontaktplattformen und in sozialen Medien hatte sich der Marokkaner 2015 und 2016 als Modefotograf auf der Suche nach Modellen ausgegeben und sich nach einem festen Schema an die Frauen herangemacht. Er soll die Frauen dann zu freizügigen Fotos gedrängt haben, um sie zu missbrauchen. Dem Sender France Info zufolge wertete das Gericht es als besonders besorgniserregend, dass der Mann sich an einer so hohen Anzahl Frauen verging.
In diesem Beitrag sind die Profile zu sehen, mit der der Fotograf seine Opfer in die Falle gelockt haben soll:
Die Anklage hatte für den von den französischen Medien als „Tinder-Vergewaltiger“ bezeichneten Mann 19 Jahre Haft gefordert. Strafverschärfend wertete die Staatsanwaltschaft den Umstand, dass der Angeklagte nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft 2019 seine Masche einfach fortgesetzt und mutmaßlich weitere Frauen missbraucht hat.
Deswegen steht ihm noch ein zweiter Prozess bevor. Der Angeklagte hatte die Anschuldigungen von sich gewiesen und vor Gericht gesagt, die jungen Frauen seien auf seine sexuellen Avancen eingegangen. Der Mann Ende 30 sagte, er sei kein Monster.







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