Ein Alko-Lenker (25) übersah im November letzten Jahres auf der B77 in Weißkirchen einen verunfallten E-Scooterlenker (50) sowie dessen Ersthelferin und erfasste beide. Der Mann starb noch auf der Straße, die Frau überlebte schwer verletzt. Nun steht der 25-Jährige vor Gericht.
Die tragische Geschichte sorgte für rauchende Köpfe in Polizeikreisen. Restlos aufklären wird man sie aber wohl nie können, denn ein Beteiligter ist tot. Dieser – ein zum Zeitpunkt des Geschehens 50 Jahre alter Mann – fuhr, wieso auch immer, mit seinem E-Scooter auf der B77. Und das auf regennasser Fahrbahn in der Finsternis.
Als er auch noch stürzte, bemerkte das der Lenker eines entgegenkommenden Pkw. Er hielt seinen Wagen an und schaltete die Warnblinkanlage ein. Seine Ehefrau, eine 62-Jährige aus dem Bezirk Murtal, stieg aus und eilte dem Verletzten zu Hilfe.
Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung
Und dann geschah das Furchtbare: Der 25 Jahre alte Lenker eines Pkw übersah sowohl den Verunfallten als auch die Ersthelferin und erfasste beide. Während der 50-Jährige noch am Unfallort verstarb, überlebte die schwer verletzte Frau. Wie sich herausstellte, hatte sich der Fahrer trotz mittelgradiger Alkoholisierung hinters Steuer gesetzt.
Der Mann muss sich nächsten Freitag wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.
Sabine Anzenberger, Sprecherin des Landesgerichts Leoben
Für den 25-Jährigen hat der Unfall nun ein gerichtliches Nachspiel. Wie Sabine Anzenberger, Sprecherin des Landesgerichts Leoben, auf „Krone“-Anfrage bestätigt, muss er sich nächsten Freitag wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor dem Strafrichter verantworten.
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