"Es tat so weh"

US-Staffel-Sprinter lief mit einem gebrochenen Bein

Sport
10.08.2012 09:36
Die wohl heroischste Leistung bei den Olympischen Spielen in London hat am Donnerstag US-Startläufer Manteo Mitchell in der 4x400-Meter-Staffel geliefert. Mitchell lief den Bewerb mit einem gebrochenen linken Wadenbein zu Ende.

"Als ich den ersten Schritt nach der 200-Meter-Markierung gemacht habe, habe ich gemerkt, dass es brach. Ich wollte die drei anderen Jungs im Team nicht im Stich lassen, also bin ich weitergelaufen. Es tat so weh", sagte Mitchell nach seinem erlittenen Wadenbeinbruch.

Angeknacksten Knochen nicht bemerkt
Der US-Amerikaner war offenbar schon angeschlagen ins Rennen gegangen sein. Vor einigen Tagen war er auf einer Treppe im olympischen Dorf gestürzt. Trotz Behandlung wurde aber nicht bemerkt, dass der Knochen angeknackst war.

Mitchell sicherte den USA mit dieser unglaublichen Leistung die Finalteilnahme. Die Staffel lief in einer Saisonbestleistung von 2:58,87 Minuten zeitgleich mit den Bahamas zum Vorlauf-Sieg. Für das Finale am Freitag muss nun ein Ersatzläufer nominiert werden.

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