So großartig Lius Olympia-Karriere in Athen begonnen hatte, so mühsam gestaltet sie sich seither. In Peking musste er bereits vor dem Start aufgeben, diesmal kam er gerade einmal 13,72 Meter bis zur ersten Hürde.
"Es war fürchterlich und ist tragisch, dass es Liu passiert ist, gerade ihm, einem der besten Hürdensprinter, die es jemals gab", kommentierte US-Läufer Aries Merritt, der als Vorlauf-Bester 13,07 Sekunden brauchte, den kapitalen Fehler des Chinesen, der ironischerweise exakt dieselbe Startnummer wie in Peking getragen hatte, die 1.356.
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Achillessehne wohl wieder gerissen
"Er ist gestürzt, aber er ist wieder aufgestanden. Das ist der wahre Sportsgeist bei Olympischen Spielen", sagte Chinas Cheftrainer Feng Shu Yong. Eine genaue Diagnose der Verletzung von Liu gebe es noch nicht, aber es handle sich wohl wieder um einen Riss der Achillessehne. Im Spital soll nun eine genauere Abklärung erfolgen.
Der 29-Jährige hatte sich nach den Peking-Spielen in den USA behandeln lassen und feierte 2010 bei den Asien-Spielen mit dem Titelgewinn im Hürdensprint ein Comeback. Bei der WM 2011 in Daegu in Südkorea gewann er Silber.
Die übrigen Vorläufe gingen an den Russen Sergej Schubenkow in 13,26 Sekunden, den US-Amerikaner Jason Richardson (13,33), den Kubaner Orlando Ortega (13,26), dessen Landsmann Dayron Robles (13,33) und den Briten Andrew Turner (13,42).
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