Prozess in Feldkirch

Unterländer hortete im großen Stil Kinderpornos

Vorarlberg
29.02.2024 18:25

Zehn Jahre lang blieb die Neigung eines Unterländers unentdeckt, dann flog alles auf. Am Donnerstag wurde der 51-jährige Mann am Landesgericht Feldkirch verurteilt.

Wegen pornografischer Darstellung Minderjähriger verurteilt Richterin Silke Sandholzer den Beschuldigten zu vier Monaten Haft auf Bewährung und einer unbedingten Geldstrafe von 4500 Euro. Ein Schnäppchenurteil für den Mann aus dem Raum Bregenz, zumal seit Dezember ein erhöhter Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Haft gilt - davor betrug die Maximalstrafe drei Jahre.

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Sie haben wirklich riesiges Glück gehabt, dass Sie noch nach alter Rechtslage verurteilt worden sind.

Richterin Silke Sandholzer zum Angeklagten

Die Verschärfung trifft den Unterländer allerdings noch nicht. Denn die Taten begangen hat der bislang Unbescholtene im Zeitraum 2013 bis zum Sommer vergangenen Jahres. Laut Vorwurf der öffentlichen Anklägerin hatte der Mann 1651 Lichtbilder und 54 Videos heruntergeladen und abgespeichert. Teilweise verschickte er das einschlägige Material auch an andere Pädophile weiter. Hier geht die Staatsanwaltschaft von 250 Fotos und 30 Videos aus.

Der Angeklagte streitet die Taten nicht ab
„Ich war auf Chatforen unterwegs, um an pornografisches Material zu kommen“, räumt der 51-Jährige ein. Außerdem gibt er zu, einige Inhalte an Dritte weitergeleitet zu haben. „Viele Bilder habe ich aber auch wieder gelöscht, weil sie mir zu heftig waren“, zeigt sich der Angeklagte moralisch. Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass er sich zu Mädchen im Alter von acht bis dreizehn Jahren hingezogen fühlt! Zwar habe er sich schon mal wegen seiner Neigung in Therapie begeben, diese allerdings abgebrochen. Warum, wisse er heute nicht mehr.

Dass in diese Richtung jedoch dringender Handlungsbedarf besteht, sieht der Beschuldigte ein. Weshalb ihm die Frau Rat neben bedingter Haft und 4500 Euro Geldstrafe die Weisung auf regelmäßige Psychotherapie erteilt, mit vierteljährlichem Bericht ans Gericht. Damit das Vorhaben gelingt, bekommt der Pädophile einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Drei Laptops, vier USB-Sticks und das Smartphone, auf dem der Mann das widerliche Material gespeichert hatte, wurde eingezogen. 

Chantal Dorn
Chantal Dorn
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