Der russische Ski-Profi Alexander Choroschilow hat zuletzt im Russian Cup triumphiert. Noch 2015 siegte der Russe im Slalom von Schladming. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Jahr 2022 wurde auch er von der FIS gesperrt. Dennoch steht der 40-Jährige noch immer auf den Skiern. Auch aus Angst vor der Front?
Im Ski-Weltcup darf Choroschilow nicht mehr an den Start gehen, stattdessen triumphiert er im Russian Cup. Diese Rennserie wurde von den Russen als Alternative zu den FIS-Rennen ins Leben gerufen. „Alexander dominiert diese Serie gemeinsam mit Pavel Trichitschew und Ivan Kusnezow“, erzählt der Österreicher Wolfgang Mitter gegenüber „Blick“.
Der 70-Jährige war bis zum Kriegsbeginn Manager von Russlands Alpin-Team. Dabei feierte der Schladming-Triumphator zuletzt seinen 40. Geburtstag und nicht wenige fragen sich, warum Choroschilow sich weiterhin die Mühe antut, in der russischen Rennserie an den Start zu gehen.
Droht sonst die Front?
Vermutet wird, dass seine Motivation auf zwei Säulen fußt. Einerseits ist der Cup finanziell lukrativ und andererseits könnte dem 40-Jährigen ansonsten ein Front-Einsatz in der Ukraine drohen. Denn Choroschilow ist Mitglied des Armeesportklubs ZSKA Moskau. Solange er als Spitzensportler aktiv ist, droht ihm kein Kriegseinsatz.
Auf den russischen Pisten ist er weiterhin mit Fischer-Ski unterwegs. Zwar wurde der Vertrag zwischen dem russischen Athleten und dem oberösterreichischen Ski-Hersteller nach Beginn des Krieges aufgelöst, es gibt aber eine Ausnahme für den 40-Jährigen.
„Selbstverständlich haben wir auch jetzt mit Choroschilow keinen Kontrakt mehr. Aber weil er ein besonders liebenswerter und völlig unpolitischer Mensch ist, bestücke ich ihn nach wie vor mit unseren Rennski“, so Siegfried Voglreiter, Rennchef von Fischer.
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