Waffenstatistik

Krisen lösen „Rambo-Effekt“ aus: Wiener rüsten auf

Wien
25.02.2024 18:00

In Wien ist die Zahl der Waffen in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen - und das sind nur die offiziellen Daten.

Viele Wiener haben sich in den vergangenen Jahren eine Waffe zugelegt - genau genommen waren es zum Stichtag 1. Jänner 2024 39.141 Personen, die eine Waffen besitzen dürfen. Und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Fast vier Waffen pro Besitzer
Die Statistik zeigt: Durchschnittlich nennt jeder Wiener Waffenbesitzer sogar 3,7 Schießeisen sein Eigen. Damit haben die Hauptstädter in den vergangenen Jahren deutlich an Feuerkraft zugelegt. Seit 2018 ist die Zahl der Waffenbesitzer „nur“ um 3805 Personen, die Anzahl der Waffen jedoch um 43.139 gestiegen.

Faustfeuerwaffen als Kassenschlager
Besonders auffallend ist der Anstieg bei den Waffen der Kategorie A - sprich bei „verbotenen Waffen und Kriegsmaterial“. Was Experten allerdings mit der Gesetzes-Novelle aus dem Jahr 2020 begründen: „Im Zuge dessen wurden die Kategorien C (Schusswaffen mit gezogenem oder glattem Lauf) und D (Sonstige Schusswaffen) zusammengefasst. Was unter anderem den Anstieg in der Kategorie A zur Folge hatte“, wie es aus dem Innenministerium heißt. Aktuelle Kassenschlager sind übrigens Faustfeuerwaffen.

Krisenzeiten und Einbrüche als Gründe
Doch was sind die Gründe für das Aufrüsten? Eine Studie vom Kuratorium für Verkehrssicherheit zeigt: Laut dieser haben sich 58 Prozent der 1620 Befragten zum „Schutz der Familie und des Zuhauses“ eine Pistole zugelegt. Krisenzeiten wie auch Einbruchsserien in der Nachbarschaft hätten diese Entwicklung ausgelöst.

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