Pflegeschülerin im TV

„Der Rauch kann gerne mal bei uns vorbeischauen“

Oberösterreich
18.01.2024 18:00

Gesundheitsminister Johannes Rauch war am Donnerstag am BFI in Linz zu Gast. Grund: Pflegeschülerin Lisa Brandstetter hatte bei einer TV-Sondersendung zum Thema Pflege angerufen, dort mit ihm geplaudert und ihn gleich zum Lokalaugenschein in die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege eingeladen.

In der Pflege krankt es nicht erst seit gestern. Pflegeschülerin Lisa Brandstetter (21) machte ihrem Ärger Luft, rief dazu bei einer TV-Sondersendung zum Thema „Wer pflegt uns?“ an. Besonders haben die gelernte Gärtnerin – sie macht derzeit am BFI die Ausbildung zur Diplomkrankenschwester – die schlechte Bezahlung und das Auslaufen dieses Studienganges genervt.

Minister zum Lokalaugenschein gebeten
Nicht ahnend, dass sie mit Sozialminister Rauch sprach, meinte sie noch: „Da kann gerne ein Politiker vorbeikommen und schauen, was wir machen.“ Am Donnerstag war es soweit und der Minister stand in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am BFI Linz 15 angehenden Pflegepersonen Rede und Antwort. Eine Verlängerung des 2026 auslaufenden BFI-Lehrgangs schloss der Gesundheitsminister gleich aus.

Diplom nur mehr mit Studium
Quereinsteiger ohne Matura haben es dann schwerer, das Diplom zu erwerben, denn dies ist künftig nur mehr im Zuge eines Bachelorstudiums an einer Fachhochschule möglich.

Doris Karlinger hatte Glück, noch im letzten BFI-Lehrgang unterzukommen. Die 43-Jährige war selbstständig, hat dann die Ausbildung zur Ordinationsassistentin gemacht. „Ich wollte aber mehr! Um an einer FH zu studieren, hätte ich zuerst die Berufsreife nachholen müssen. Dank Pflegestipendium kann ich jetzt meine Ausbildung zur diplomierten Krankenpflegerin machen.“

„Bezahlung wird hinaufgehen müssen“
Schülerin Larissa wünschte sich bessere Bezahlung. „Ich schwöre euch, die wird hinaufgehen müssen“, meinte Johannes Rauch, denn das Personal fehle an allen Ecken und Enden. Wie will die Regierung das lösen? „Bestehendes Personal halten, ausbilden was geht und qualifizierte Zuwanderung aus Drittstaaten“, so der Minister.

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