Jahresrückblick 2023

Diese Themen bewegten die Salzburger Wirtschaft

Salzburg
28.12.2023 14:15

Immer wieder das Wohnen - Ein Experte schlug ob der Entwicklung im großen „Krone“-Interview Alarm. 

Wohnen in Salzburg immer teurer

Trotz Bauboom-Ende sind die Preise für Eigentum gar nicht oder kaum merkbar gesunken, jene bei den Mieten weiter gestiegen. Mietpreise jenseits von 20 Euro je Quadratmeter sind ebenso Realität wie mehr als 12.000 Euro je Quadratmeter für Neubauten in der Stadt: Salzburg war und ist eines der teuersten Pflaster in Österreich.

Michael Klien, Wohnexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO, schlug in der „Krone“ Alarm: „Eigentum ist immer schwieriger zu erwerben. Das hat auch Auswirkungen auf den Mietmarkt, weil mehr Leute in den Mietmarkt drängen. Das treibt die Preise. Das birgt soziale Sprengkraft. Negative ökonomische Effekt wegen verstärktem Pendelaufkommen sind die Folge. Die Leute werden vom Kernraum Stadt ins Umland hinausgetrieben, bzw. fehlen dann Arbeitskräfte wegen der hohen Wohnkosten“, erklärt Klien. Sein Fazit: „Die Wohnsituation in Salzburg ist derzeit nicht tragbar.“

Stadt Salzburg (Bild: Andreas Tröster)
Stadt Salzburg

Warmer Horror-Jänner schickt Skigebiet Anfang 2023 Postalm in Konkurs

Dort, wo andere Skigebiete erst anfangen, ist bei der Postalm bereits Schluss. Der höchste Punkt der stadtnahen Wintersportarena an der Grenze zwischen Tennen- und Flachgau liegt gerade einmal auf 1600 Meter.

Zeigt der Klimawandel dann auch noch sein böses Gesicht, bekommen die nieder gelegenen Gebiete wie die Postalm schnell Probleme. Extrem warme Temperaturen sorgten dafür, dass auf der Postalm bis tief in den Jänner und mitten in der Winter-Kernzeit hinein kein Betrieb möglich war. Eine Insolvenz mit 350.000 Euro an Forderungen (45 Gläubiger) war die Folge. Auch wenn Anfang Mai einem Sanierungsplan mit 30-Prozent-Quote zugestimmt wurde - für die kommenden Winter müssen sich Postalm, Zinkenlifte, Karkogel und ähnliche Familienskigebiete zwischen Lungau und Pinzgau warm anziehen.

Dazu kommen wie etwa bei dem bei Athleten beliebten Petersbründllift notwendige Investitionen in die veraltete Technik. Während die Premium-Skigebiete in Obertauern und am Kitzsteinhorn etwa dank 80 Prozent ausländischer Gäste wirtschaftlich und dank modernster Beschneiungsanlagen auch technisch aus dem Vollen schöpfen können, wird die Erderwärmung für die Kleinen zur Existenzbedrohung.

Sanierung erfolgreich: Betrieb auf Postalm kann fortgesetzt werden (Bild: Scharinger Daniel)
Sanierung erfolgreich: Betrieb auf Postalm kann fortgesetzt werden

Chemischer Giftschaum kostet Flughafen an die 35 Millionen Euro

Der bis 2018 verwendete Löschschaum hat das Erdreich und das Grundwasser nicht nur auf dem Salzburger Airport-Areal verunreinigt. Die Sanierungsarbeiten, die heuer gestartet sind, werden Jahre andauern. Der Flughafen entschied sich für die billigere von zwei Varianten, die immerhin gut 35 Millionen Euro kostet.

Flughafen Salzburg (Bild: Markus Tschepp)
Flughafen Salzburg

Handel spürt Teuerung extrem: Pongauer Traditionsmodehaus nach Insolvenz gerettet

Im Oktober musste das St. Johanner Modehaus mit seinen 55 Mitarbeitern Insolvenz anmelden. Dem Handel macht die Teuerung schon länger zu schaffen, es wird etwa im Kleidungsbereich weniger eingekauft. Das Pongauer Traditionsmodehaus kann aber weitermachen. Die 165 Gläubiger stimmten einer 20-Prozent-Quote zu, das Forderungsvolumen betrug davor 1,74 Millionen Euro. „Jetzt blicken wir wieder positiv in die Zukunft“, erklärte Inhaber Bernhard Adelsberger, der auch ein Outlet im Haupthaus einplant.

Mark Mateschitz verkaufte elf Milliarden Dosen

Auch unter Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz florierte das Dosengeschäft: Der Getränkekonzern verkauft weltweit mehr als elf Milliarden Dosen. Der 31-jährige Mateschitz ist nicht nur reichster Salzburger, sondern zählt mit gut 16 Milliarden Euro Vermögen auch zu den reichsten Millennials Europas.

Mark und Didi Mateschitz (Bild: Andreas Tröster)
Mark und Didi Mateschitz

Forstauer Autozulieferer schlittert in Insolvenz

Die Firma Alba mit 146 Angestellten aus Forstau wurde 1990 gegründet. Im November wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Laufende Verbindlichkeiten von 18 Millionen Euro konnte der Autozulieferer nicht mehr bedienen. Den 400 Gläubigern wird eine 20-Prozentquote in Aussicht gestellt.

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