Um Weihnachten herum vermissen viele hochbetagte Menschen menschliche Wärme. Hier springt der Besuchsdienst ein.
Zu besonderen Zeiten wie im Advent sehnen sich die meisten Leute nach sozialen Kontakten. „Das gilt besonders für alte Menschen und genau die haben oft niemanden um sich. Freunde sind schon gestorben. Die Kinder wohnen weit weg oder haben wegen ihrer Arbeit keine Zeit für ihre Eltern“, schildert Michaela Wallmann. Aus ihrer langen Erfahrung als Leiterin des Besuchsdienstes der Diakonie in Salzburg-Süd weiß sie: Treffen sich Senioren regelmäßig mit Ehrenamtlichen, haben beide Seiten viel davon.
Dem stimmt Martina Naitz zu. „Als Ehrenamtliche wirst du wieder gebraucht und kriegst viel zurück. Deshalb bin ich gleich am dritten Tag meiner Pension dort eingestiegen“, sagt die 60-Jährige. Seit vier Monaten fährt sie einmal pro Woche mit Frau Helgard (81) ins Bewohnerservice in der Josefiau. Dort essen die beiden gemeinsam zu Mittag und fordern sich danach im Rummycup heraus. Weil Advent ist, wollen sie auch zum Christkindlmarkt in Hellbrunn fahren.
Besuchszeit widmet Naitz auch Frau Margit. Die alte Dame ist wegen einer Krankheit meist bettlägrig. „Wir spielen Halma und Margits Mann kann in der Zeit zum Stammtisch gehen und“, erzählt die Pensionistin. Am 24. Dezember hat die gelernte Buchhalterin und frühere Verkäuferin im „Balkangrill“ volles Haus mit ihren drei Kindern. Zwei davon haben am Heiligen Abend Geburtstag.
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