Laut Altstadt-Händlern sind die Kunden zu Weihnachten heuer sparsamer. Während bei den eigenen Partnern oft gespart wird, werden die Kinder gut beschenkt.
Letztes Jahr wurde die Corona-Einschränkung aufgeholt, heuer sitzt das Geld nicht ganz so locker“ − das ist der Tenor der Geschäftsleute in der Altstadt kurz vor dem Heiligen Fest. Sie machen eine Beobachtung: Es wird gezielter gekauft. Viele informierten sich vorher im Internet und kommen dann mit einer genauen Vorstellung ins Geschäft. Das betrifft vor allem hochpreisige Produkte wie Uhren oder Schmuck. Entspricht nur ein Detail nicht der Vorstellung, wird es ein Ladenhüter. Gestiegene Preise und die unsichere wirtschaftliche Situation machen zurückhaltend.
Während viele bei sich und dem Partner Abstriche machen, werden die Kinder oder Enkel reich beschenkt, beobachtet man bei Steiff. Das kann auch Brigitta Hanke bestätigen, die Trachten für Kinder verkauft. „Man spart selbst, aber für die Kleinen geben die Großeltern Geld aus“, sagt sie.
Die Zurückhaltung bestätigt nicht nur der Augenschein in der Getreidegasse, sondern auch der Handelsverband. Die Geschäfte seien voll, es werde aber nicht so viel eingekauft wie letztes Jahr. Fast jeder Dritte erledige die Großeinkäufe erst kurz vor dem Heiligen Abend. Auch die Salzburger Händler beobachten in diesen Tagen einen Ansturm.
Für manchen Händler hat sich das Kaufverhalten sogar so verändert, dass er nicht auf Vorrat kaufen kann. „Die Menschen sind keineswegs unentschlossen, sondern unsicher“, ist die Meinung von Constanze Kurz, die ein Trachtengeschäft in der Goldgasse betreibt. Der Trend gehe zu „reparieren und nochmal tragen“, Neukäufe seien gut überlegt.
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