Salzburg-Prognose

Weihnachten in weiß bleibt heuer wohl ein Traum

Salzburg
13.12.2023 06:00

Dieser Winter ist im Mittel um einige Grade kühler als im Schnitt. Mit Schnee am 24. schaut es von Zell bis Seekirchen dennoch schlecht aus.

Vielleicht dreht sich der Spieß heuer ja um! Noch Mitte Dezember des Vorjahres war ganz Salzburg in eine dicke Schneedecke gehüllt. Sogar Wetterexperten prognostizierten eine Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent für weiße Weihnachten - im gesamten Bundesland. Gekommen ist es bekanntlich anders: Vor Heiligabend setzte Tauwetter ein, der Föhn raffte die weiße Pracht sogar in höheren Lagen hinweg.

Bilder von weißen Skipisten-Streifen in der braungrünen Landschaft machten bis spät in den Jänner hinein die Runde.

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In den Gebirgsgauen wird es zum Ende der Woche wieder zeitweise schneien, im Flachgau wird es aber bei Regen und Schneeregen bleiben.

Christian Resch, GeoSphere Austria

Kaltfront Ende nächster Woche lässt hoffen
Heuer blicken Meteorologen wie Christian Resch von GeoSphere Austria in Sachen weißer Pracht skeptischer auf den 24. „In den Gebirgsgauen wird es zum Ende der Woche wieder zeitweise schneien, im Flachgau wird es aber bei Regen und Schneeregen bleiben“, erklärt der 28-jährige Salzburger. Immerhin tut sich ein kleiner Hoffnungsschimmer auf: „Eine Kaltfront Ende nächster Woche bringt dann wieder höhere Chancen auf Schnee - zumindest inneralpin“, sagt Resch.

Die letzten richtigen weißen Weihnachten mit einer Schneedecke von fünf und mehr Zentimetern liegen in der Landeshauptstadt 18 Jahre (2005) zurück. 2011 war Salzburg zumindest mit zwei Zentimetern der weißen Pracht angezuckert.

Dabei müsste man bei den bisherigen Temperaturen im Dezember eigentlich auf Schnee an Heiligabend schließen können. Im Schnitt war dieser Winter bisher deutlich kühler als jene in den 30 Jahren davor: So wurden in der Pinzgauer Bezirkshauptstadt im Mittel gar um 4,2 Grad weniger gemessen, in Tamsweg 2,8 Grad. Einen Einfluss darauf, was etwa ab nächster Woche passiert, hat das freilich nicht.

„In Summe ist eine Einordnung des diesjährigen Winters so früh in der Saison noch zu früh“, erklärt Resch. Eines lässt sich mit Blick auf den Klimawandel aber schon sagen: „Eine verbreitet geschlossene Schneedecke in den vergangenen Jahren in Salzburg, speziell im Flachland, war eher die Ausnahme.“

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