Spektakuläre Szenen haben sich in der Nacht auf Mittwoch im steirischen Bezirk Leibnitz abgespielt: Rund 40 Polizisten aus unterschiedlichen Einheiten trafen sich, um illegale Schlepper aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei flüchtete ein skrupelloser Fahrer mit acht Flüchtlingen in seinem Wagen, nicht einmal Schüsse konnten ihn stoppen.
Jüngst hatte unsere Exekutive eine erhöhte Tätigkeit von Schleppern im steirisch-slowenischen Grenzgebiet festgestellt. Generell ist, wie Markus Lamb, Pressesprecher der LPD Steiermark mitteilt, „eine Routenverlagerung Richtung Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien und weiter in Richtung Italien festzustellen“. Österreich werde allerdings wegen der intensiven Grenzkontrollen von Schleppern eher gemieden.
Waghalsige Fahrmanöver
Bei der Schwerpunktkontrolle am Dienstag geschah es gegen 19.30 Uhr, dass ein silberner Pkw mit slowenischem Kennzeichen beim Grenzübergang Sulztal die Anhaltezeichen der Polizei ignorierte, aufs Gas stieg und davonraste. Gleichzeitig bemerkten die Beamten ein weiteres Schlepper-Fahrzeug, das viel zu schnell entlang der Grenzland-Weinstraße Richtung Gamlitz fuhr. Wie skrupellos die Kriminellen sind, zeigte sich einmal mehr, als der Lenker eine Straßensperre riskant umfuhr. Um ihn zu stoppen, gab ein Polizist Schüsse Richtung seines Wagens ab - was allerdings ohne Erfolg blieb.
Der Fahrer unterschätzte aber die glatte Fahrbahn. Er kam ab, das Auto verunfallte. Der Lenker flüchtete und ließ die acht syrischen Staatsbürger in seinem Wagen einfach zurück. Sie blieben unverletzt und stellten einen Asylantrag. Nach dem Fahrer wird gefahndet.
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