Do, 16. August 2018

Visionäres Projekt

22.04.2012 13:50

Hollywood-Titan James Cameron will "Goldrausch" im All

Es klingt wie pure Science-Fiction: die Förderung von Rohstoffen im Weltall. Doch die Firma Planetary Resources, die am kommenden Dienstag ihre Pläne vorstellen will, zählt bekannte Figuren wie Hollywood-Titan James Cameron und die Google-Veteranen Larry Page und Eric Schmidt zu ihren Geldgebern und Beratern. Das neue Unternehmen werde nach eigenen Angaben "eine neue Industrie und eine neue Definition von 'Bodenschätzen' schaffen".

Eben erst aus den Tiefen des Pazifiks aufgetaucht (siehe Infobox), wendet sich "Titanic"-Regisseur Cameron jetzt dem Abbau von Rohstoffen im Weltraum zu. Seine Beteiligung an Planetary Resources gilt als ein besonderer Clou, spielt doch sein letzter Film "Avatar" auf einem fernen Planeten, auf dem die Menschen rücksichtslos Naturschätze ausbeuten.

Gründer träumt von Weltraum-Bergwerken
Was genau das neugegründete Raumfahrtunternehmen Planetary Resources plant, blieb bisher im Dunkeln, doch einer der Gründer, Peter Diamandis, hat Andeutungen gemacht, dass es um die Ausbeutung von Asteroiden gehen könnte. Diamandis erzählte dem Magazin "Forbes", er habe seit seiner Kindheit von einem Asteroiden-Bergwerken geträumt und versprach Neuigkeiten in diese Richtung. "Ich will einen Goldrausch entfachen", sagte der 50-Jährige.

Er gilt als eine Schlüsselfigur der privaten Weltraum-Erkundung. So hatte er den Wettbewerb "Ansari X-Prize" ausgeschrieben, aus dem 2004 das erste private Raumschiff SpaceShipOne hervorging. Anfang der 90er-Jahre war er an der Gründung einer Firma beteiligt, die Weltraumtouristen an Bord russischer Sojus-Schiffe ins All schickt.

NASA-Studie zu abgeschleppten Asteroiden
Chefingenieur von Planetary Resources ist Chris Lewicki, ein früherer Manager eines Mars-Programms bei der NASA. Das "Wall Street Journal" berichtete am Samstag von Studien der NASA, wie Asteroiden näher zur Erde "abgeschleppt" werden könnten, um sie auszubeuten. Demnach würde es 2,6 Milliarden Dollar kosten, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von sieben Metern mit einem Roboter-Raumschiff in die Mond-Umlaufbahn zu befördern. Ein solches Projekt könne etwa um das Jahr 2025 umgesetzt werden.

Staatliche Weltraum-Programme auf Sparflamme
Während die staatlichen Weltraum-Programme in den USA und Russland mit Sparmaßnahmen klarkommen müssen, hatten in den vergangenen Jahren wohlhabende Unternehmer private Projekte vorangetrieben. Darunter sind Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, und Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der schon hinter dem SpaceShipOne stand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Djuricin unter Druck
Rapid: Im Pulverfass gibt es keine Job-Garantie
Fußball National
4:2-Sieg gegen Real
Atletico gewinnt Madrid-Derby um UEFA-Supercup!
Fußball International
Mit nur 27 Jahren
Nigerianer Victor Moses beendet Team-Karriere
Fußball International
Weltmeister von 2014
Philipp Lahm wird OK-Chef bei Deutschland EM 2024
Fußball International
Rechtes Knie verletzt
Sorge bei ManCity: Monatelanges Aus für De Bruyne?
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.