Unterernährte Hunde und Katzen, zwei tote Hasen auf der Terrasse - nach Vorfällen in Fohnsdorf hagelt es nun heftige Vorwürfe.
Die Polizei bestätigt die grauenhafte Entdeckung in einer Wohnung in Fohnsdorf: Zwei Hunde wurden schwer unterernährt gefunden, auch vier Katzen waren in erbärmlichem Zustand. Und: Für zwei Kaninchen gab es keine Rettung mehr - die Tiere waren jämmerlich auf der Terrasse verendet.
„Tod hätte verhindert werden können“
Mit einer Anzeige gegen die Bewohner ist es hier nicht getan, denn Tierfreunde erheben schwere Vorwürfe: „Dieser sinnlose Tod und die Tierquälerei durch fehlende Ernährung hätten verhindert werden können, wären die Behörden in die Gänge gekommen“, wirft der Murtaler Heimo Kopriva (Hundeexperte und Tierschützer) vor und hat den Vorwurf auch an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Seine Begründung dazu: „Schon ganze drei Wochen, bevor Feuerwehr und Polizei zur Wohnungsöffnung ausrückten, wurde ans Amt gemeldet, dass es daraus massiv gerochen hat und das auf nicht artgerechte Tierhaltung und Missstände zurückzuführen ist.“ Doch die Behörde hätte, trotz mehrfacher Urgenzen, nicht agiert.
Dieser sinnlose Tod und die Tierquälerei durch fehlende Ernährung hätten verhindert werden können, wären die Behörden in die Gänge gekommen.
Heimo Kopriva (Hundeexperte und Tierschützer)
Bezirkshauptfrau kontert
Das lässt Bezirkshauptfrau Nina Pölzl so nicht auf ihren Leuten sitzen - sie verweist auf ein „laufendes Verfahren“, kann aber so viel sagen: „Der erste Kontrollversuch durch die Amtstierärztin erfolgte noch am selben Tag der Meldung eines vermuteten Verstoßes.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.