Der Tiroler Landesenergieversorger Tiwag zeigt sich optimistisch bezüglich der Erweiterung des Kraftwerks im Kaunertal. Die jährliche CO₂-Einsparung durch den Ausbau würde bei 300.000 Tonnen liegen. Die Verantwortlichen hoffen auf eine UVP im Jahr 2024.
Sehr zuversichtlich zeigt sich der Landesenergieversorger Tiwag über den geplanten Ausbau des Kraftwerks im Kaunertal, der in der Vergangenheit für heftige Debatten sorgte. Nachdem im heurigen Frühjahr die dritte Revision der Einreichunterlagen für die Umweltverträglichkeitserklärung bei der Behörde der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgelegt wurde, heißt es aus dem Konzern, dass „die neutralen Gutachter diese umfassend geprüft haben“.
Über die Rückmeldung aus den 45 Fachbereichen teilt Tiwag-Projektleiter Wolfgang Stroppa mit, dass „16 die Vollständigkeit bestätigt haben, aus 29 Fachbereichen gibt es Rückmeldungen, die wir spätestens bis 31. Oktober 2024 in die Unterlagen einarbeiten werden“.
Die intensive Auseinandersetzung der Gutachter zeigt, wie sorgsam in Tirol mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird.
Wolfgang Stroppa
20.000 Seiten und 1000 Pläne allein für die UVP
Die Bandbreite reiche von kleineren formalen Änderungen bis hin zu ergänzenden geologischen Untersuchungen, die laut Stroppa „erst im Frühjahr 2024 beginnen können“. Weiterhin habe man das Ziel, dass die UVP noch im kommenden Jahr startet. „Jede weitere Prüfung und Untersuchung trägt dazu bei, dass nur ein gutes und naturverträgliches Projekt umgesetzt wird. Die intensive Auseinandersetzung der Gutachter zeigt, wie sorgsam in Tirol mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird“, betont der Projektleiter.
Imposant: Die Einreichung zur UVP für die Kraftwerkserweiterung umfasst laut Stroppa stolze 20.000 Seiten und 1000 Pläne. Abschließend rechnet er vor, dass „allein durch den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal in Tirol jährlich mindestens 300.000 Tonnen CO₂ eingespart werden können“.
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