Zweimal im Jahr sind in Wien zwei Busse mehr unterwegs. Was dahintersteckt.
Insgesamt werden in der Bundeshauptstadt 128 Buslinien von oder im Auftrag der Wiener Linien betrieben. Doch alle Jahre wieder gibt es in Wien an zwei Tagen zwei Buslinien mehr. Klingt seltsam, ist aber so.
Am ersten November ist eine Buslinie unterwegs, die es sonst nämlich nicht gibt - die Linie 39 B. Zusätzlich verkehrt sie auch am Heiligen Abend. Heute wird sie außerdem noch durch die Linie 38 B unterstützt.
Die sogenannten „Friedhofslinien“ führen, wie der Name schon sagt, zu Friedhöfen in Döbling - nach Heiligenstadt, Nussdorf und Sievering. Beide Buslinien sind an diesen Tagen unterwegs, um die Anreise zu erleichtern. Der 38 B wird heute von 8 bis 17 Uhr in einem 20-minütigen Intervall geführt, der 39 B fährt im Zehn-Minuten-Takt. Bis zum Jahr 2001 fuhren sogar noch zusätzliche Straßenbahnen zum Zentralfriedhof, um die zahlreichen Friedhofsbesucher an ihr Ziel zu bringen. Heute sind generell weniger Menschen zur gleichen Zeit unterwegs und das Liniennetz ist auch besser ausgebaut.
Zur Frequenz bei den beiden Buslinien wird von den Wiener Linien auf „Krone“-Anfrage nichts verraten. Doch obwohl die beiden ungewöhnlichen Linien im wahrsten Sinne des Wortes nur zu allen heiligen Zeiten fahren, scheinen sie trotzdem unersetzlich zu sein.
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