Ein Steirer (56) gaukelte einem Ehepaar vor, ein von ihm erfundenes Spiel lukrativ an Red Bull zu verkaufen. Die beiden investierten 93.000 Euro. Doch der Deal war nur erfunden! Vor Gericht ging der Mann schachmatt.
Alles auf die falsche Karte gesetzt hat ein Steirer (56), der mit einem vermeintlichen Brettspiel zwei Bekannte bluffte. Schon einmal wegen schwerem Betrug zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt, hat der Mann nichts daraus gelernt und heckte erneut einen kriminellen Plan aus, um Schulden nach einer Scheidung zu tilgen.
Brettspiel erfunden und an Red Bull verkauft
Er erzählte einem bekannten Ehepaar, er habe ein Brettspiel erfunden und werde dieses lukrativ an Red Bull verkaufen. Ein Termin für die Vertragsunterzeichnung stehe bereits. Tatsächlich investierte das Paar 93.000 Euro, im Glauben, mindestens das Doppelte retour zu bekommen. Um den Spiele-Deal glaubhaft wirken zu lassen, fälschte der Steirer sogar eine Bestätigung der vermeintlichen Produktionsfirma. Tatsächlich hatte der 56-Jährige die 93.000 Euro aber bereits wenige Monate später wieder verprasst.
Wenn das Ehepaar nachfragte, versuchte er zu besänftigen: Die Produktionskosten seien gestiegen, die Überweisung sei aber bereits angewiesen worden. Natürlich geschah aber nichts.
Selbstanzeige nach Tod von Mateschitz
Anfang Jänner erstattete der 56-Jährige schließlich Selbstanzeige. Darin schrieb er, das Brettspiel gebe es wirklich, mit den Verantwortlichen bei Red Bull habe er geredet - doch der Tod von Dietrich Mateschitz sei dazwischen gekommen, mit dessen Sohn habe er noch nicht reden können. Schaden habe er jedenfalls niemandem wollen. Glaubwürdig? Eher nicht . . .
Vor dem Strafrichter in Graz wurde er erneut verurteilt: Zwölf Monate Haft, neun davon bedingt, kommen zur alten Strafe dazu.
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