Tirol setzte in Sachen Urlauberverkehr bekanntlich auch im heurigen Sommer auf Abfahrverbote. Mit dieser Maßnahme sollte verhindert werden, dass Durchreisende im Falle eines Staus nicht etwa von der Autobahn abfahren und das niederrangige Straßennetz verstopfen. Nun liegt die Bilanz vor: demnach wurden 139.000 Fahrzeuge zurückgewiesen.
An insgesamt zwölf Wochenenden und an den Feiertagen: Rund um Pfingsten, Fronleichnam und in den Sommerferien galten auch heuer wieder die Abfahrverbote für „Stau-Flüchtlinge“. Tirol argumentiert diese Maßnahme unter anderem mit der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Ortsgebieten.
Hotspot: Fernpassstraße im Außerfern
Insgesamt seien diesen Sommer knapp 139.000 Fahrzeuge auf die Hauptverkehrsrouten zurückgeleitet worden, allein auf den Bezirk Reutte (Stichwort: Fernpassstraße) entfielen mehr als 91.000, berichtete das Land Tirol am Mittwoch.
Auch heuer war diese Maßnahme notwendig, um Urlauberinnen und Urlauber auf der Durchreise auf den Hauptverkehrsrouten zu halten und somit die Versorgungssicherheit entlang von Landes- und Gemeindestraßen aufrechtzuerhalten.

LH Anton Mattle (ÖVP)
Bild: Christof Birbaumer
172.000 Euro in Maßnahme investiert
Im Bezirk Kufstein wurden 42.000 Fahrzeuge zurückgewiesen, im Großraum Innsbruck waren es rund 6000. Ausgenommen von den Fahrverboten war der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr. Kontrolliert wurde die Maßnahme von der Landesverkehrspolizei sowie von Sicherheitsorganen. Das Land nahm dafür 172.000 Euro in die Hand.
Tirol hält weiter an Verboten fest
„Wir werden diese Fahrverbote auch im Winter wieder forcieren, müssen bei den Kontrollen aber immer wieder nachschärfen. Wir evaluieren diese Maßnahme laufend“, betonte Landeshauptmann Anton Mattle. In dieselbe Kerbe schlug Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ): „Die heurige Bilanz zeigt einmal mehr, dass diese Maßnahme auch weiterhin notwendig ist, um die Bevölkerung zu entlasten und die Sicherheit zu gewährleisten.“








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