Drama in Salzburg

17-Jährige von Bus überrollt: Gasse wird jetzt umgebaut

Salzburg
03.02.2012 09:36
Blumen und Kerzen in der Theatergasse erinnern noch immer an den tragischen Unfall der 17-jährigen Ella, die vor knapp zwei Wochen in Salzburg von einem Bus überrollt wurde. Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bild) setzt nun Maßnahmen um, damit die Gasse sicherer wird. Breitere Gehsteige, Poller und mehr Überblick für Busfahrer sollen dabei helfen.

"Das Problem ist, dass die Busfahrer einfach zu viel beachten müssen, sobald sie um die Kurve fahren. Von hinten kommen Radler, von links Autofahrer, von rechts Fußgänger - eine enorme Stress-Situation", erklärte Padutsch beim Lokalaugenschein der "Krone". Eine ganze Reihe von Maßnahmen soll die Gefahrenzone deswegen entschärfen, seit zwei Tagen arbeitet das Straßenamt daran.

Mehrere Umbaumaßnahmen
Der Bereich gleich nach der Kurve wird mit leuchtenden Pollern samt Absperrketten ausgestattet - die Straße überqueren kann der Fußgänger also nur noch vor der Kurve. Einen Zebrastreifen anzubringen, haben die Verkehrsexperten als nicht sinnvoll erachtet, weil so die Aufmerksamkeit der Fußgänger nachlässt.

Die Verkehrsinsel zwischen Theatergasse und Makartplatz wird umgebaut: Die dort vorhandenen vier Parkplätze entfallen, die Radständer werden verschoben, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Auch der Randstein wird angehoben, um so eine klarere Trennung zu schaffen.

Bei der Haltestelle wird der Gehsteig um 75 Zentimeter verbreitert, wodurch mehr Platz für wartende Fahrgäste und Passanten geschaffen wird. Gleichzeitig wird die Fahrbahn enger, was es Radfahrern unmöglich machen soll, sich links am Bus vorbeizuschlängeln. Padutsch: "Eine Gefahr weniger. Die Fahrer müssen das auch noch im Rückspiegel beachten. Das soll nicht mehr sein."

Mögliches Fahrverbot für Taxler
Geprüft wird auch, ob ein Fahrverbot für Taxis nötig ist. Immer wieder wurde berichtet, dass einige Lenker viel zu schnell durch die Theatergasse und um die Kurve fahren. "Hier sind noch Gespräche nötig", so der Stadtrat. 

Die Umsetzung aller Maßnahmen soll bis Sommer passieren, zuvor sind noch einige Grabungsarbeiten notwendig. Padutsch wird seinen Plan nächste Woche dem Stadtratskollegium zur Absegnung vorlegen - Widerstand ist nicht zu erwarten. Nach dem Tod der 17-Jährigen (siehe Infobox) soll ein weiterer Unfall nicht mehr passieren.

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