Im Grazer Landestierheim hat man alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen, aber Leiter Fritz Lichtenegger (Bild) hat alles im Griff: "Die Tiere waren teils in schlechtem Zustand, hatten Flöhe und Milben. Wir haben alle entwurmt, behandelt, versorgt, gechippt. Eines der Meerschweinchen ist leider aufgrund einer Grunderkrankung gestorben."
Zwei Monate lang müssen die Tiere laut Gesetz jetzt im Heim bleiben, weiß Amtstierarzt Klaus Hejny. Wie es dann weitergeht? "Wenn der Tierhalter die Umstände so gestaltet, dass sie gesetzeskonform sind und auch in der Lage ist, die Tiere zu versorgen, dann hat er das Recht, sie wieder zurückzubekommen. Sonst werden sie für 'verfallen' erklärt und auf neuen Plätzen untergebracht."
"Keines meiner Tiere war schlecht beinand'!"
Die hygienischen Umstände im Haus dürften Beschreibungen zufolge dramatisch gewesen sein. Dafür zeigt die Besitzerin allerdings keine Einsicht: "Keines meiner Tiere war schlecht beinand'!"
Die Frau ist in der Tierszene bekannt, weil sie seit vielen Jahren aufopfernd streunende Katzen versorgt und ihr gesamtes Geld für die Tiere verwendet. Verletzte habe sie halt auch öfter bei sich aufgenommen, viele seien auch bei ihr abgegeben worden.
Doch irgendwann dürfte ihr die Situation massiv über den Kopf gewachsen sein. Die Frau sagt: "Ich bin mir keiner Schuld bewusst und möchte alle Tiere zurückhaben."
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