Vertrauen in Politik:

NEOS-Chefin legt stark zu, Babler hat Aufholbedarf

Politik
16.06.2023 11:40

Die meisten Regierungspolitiker sowie NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger profitieren von den internen SPÖ-Streitigkeiten. Das schlägt sich im aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex nieder. Bundespräsident Alexander Van der Bellen liegt unterdessen weiter unangefochten an der Spitze. Der neue SPÖ-Obmann Andreas Babler muss im Ringen um das Vertrauen der Wähler das Feld von einem der mittleren Plätze aufrollen. 

Am stärksten profitiert NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger (-3 nach -9 im April), gefolgt von Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer (-26 nach -31), ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek (-23 nach -28), ÖVP-Klubchef August Wöginger (-29 nach -33).

Der aktuelle APA/OGM-Vertrauensindex:

Sobotka weiterhin Schlusslicht
Auch ÖVP-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (-51 nach -55, weiterhin Schlusslicht im Ranking), ÖVP-Kanzler Karl Nehammer (-22 nach -25), ÖVP-Innenminister Gerhard Karner (-27 nach -30), Grünen-Gesundheitsminister Johannes Rauch (-4 nach -7), Grünen-Umweltministerin Leonore Gewessler (-24 nach -27) und FPÖ-Chef Herbert Kickl (-43 nach -46) können etwas zulegen - auch wenn diese allesamt weiter im Vertrauensminus liegen.

Etwas überraschend: NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger konnte im neuen Vertrauensindex von allen Politikern das größte Plus erzielen. Auch Kanzler Karl Nehammer konnte seinen Abwärtstrend leicht stoppen, der neue SPÖ-Chef Andreas Babler liegt im Mittelfeld. (Bild: APA, Krone KREATIV)
Etwas überraschend: NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger konnte im neuen Vertrauensindex von allen Politikern das größte Plus erzielen. Auch Kanzler Karl Nehammer konnte seinen Abwärtstrend leicht stoppen, der neue SPÖ-Chef Andreas Babler liegt im Mittelfeld.
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP)

Raab und Kocher mit leichtem Minus
Lediglich bei Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) und Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) haben sich die Werte seit April etwas verschlechtert. Grünen-Chef Werner Kogler gewann einen Punkt (von -19 auf jetzt -18).

Vertrauenswerte im Schatten der SPÖ-Krise
Ansonsten dürfte der Fokus der letzten Wochen auf die SPÖ dafür mitverantwortlich sein, dass die Vertrauenswerte nahezu aller anderen Politiker seit April um drei bis sechs Punkte stiegen. Dies wohl deshalb, weil die Konflikte und Auseinandersetzungen mehr innerhalb der Sozialdemokraten stattfanden als zwischen den Parteien, mutmaßte der Meinungsforscher.

Bild vom turbulenten SPÖ-Parteitag am 2. Juni (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Bild vom turbulenten SPÖ-Parteitag am 2. Juni

Babler steigt nur knapp vor Rendi-Wagner ein
Der neue SPÖ-Chef Andreas Babler erreicht bei seinem Einstieg einen Indexwert von minus 14. Es vertrauen ihm 29 Prozent, 43 Prozent nicht, der Rest kennt ihn noch nicht gut genug. Damit erreicht der Traiskirchner Bürgermeister in der gesamten Wählerschaft etwas höhere Vertrauenswerte als seine Vorgängerin, deren Saldo im April bei minus 18 Punkten lag.

Neuer SPÖ-Chef von eigener Wählerschaft freundlich empfangen
In der eigenen SPÖ-Wählerschaft wird Andres Babler mit 79 Prozent Pro- und 9 Prozent Kontra-Stimmen durchaus freundlich begrüßt. Die roten Wählerinnen und Wähler, so Bachmayr, dürften also das Kriegsbeil begraben haben und derzeit mehr hinter Babler stehen, als die zerstrittenen SP-Lager und die Pannenserie rund um die Abstimmung hätten vermuten lassen.

Beim Vertrauensindex wird von OGM der Saldo aus Vertrauen und Misstrauen gegenübergestellt und ein Saldo ausgerechnet. Bei der aktuellen Studie wurden 811 Online-Interviews mit repräsentativ ausgewählten Wahlberechtigten in der Zeit 12. bis 14. Juni 2023 durchgeführt.

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