Das Land und das AMS Niederösterreich schaffen eine neue Ausbildungsförderung für Kinderbetreuer in Niederösterreich. Für Erst-, aber auch Quer- und Wiedereinsteigern soll der Weg in die Pädagogik dadurch attraktiviert werden.
Bis zum Jahr 2027 werden landesweit 600 Elementarpädagogen und 1750 Betreuer in Kindergärten benötigt. Auf die blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive folgt daher nun eine Ausbildungsförderung für Erst-, Quer- und Wiedereinsteiger. „Unser Ziel war es, eine einheitliche, hochwertige und förderfähige Ausbildung im Bereich Kinderbetreuung sicherzustellen, damit neue und geeignete Personengruppen gewonnen werden können und gleichzeitig den Gemeinden ein attraktives Modell zur Verfügung gestellt werden kann“, so Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz.
Das Ergebnis: Über ein AMS-Programm erhalten Arbeitslose während der Ausbildung künftig je eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes und der Kursnebenkosten durch das AMS. Während der Dauer der Ausbildung sind die Personen weiterhin beim AMS gemeldet und kranken-, unfall- und pensionsversichert.
Die blau-gelbe Kinderbetreuungsoffensive ist eine Bildungs- und Betreuungsoffensive für alle Kinder unter sechs Jahren: Öffnung der Kindergärten für Kinder ab zwei Jahren, kostenlose Vormittagsbetreuungs-Angebote, weniger Schließtage, ein flächendeckendes Nachmittagsbetreuungs-Angebot, kleinere Gruppengrößen in den Kindergärten und zusätzliche Fachkräfte sind die Eckpunkte dieser Initiative. In Summe besuchen aktuell über 70.000 Kinder eine institutionelle Kinderbetreuungseinrichtung in Niederösterreich. Bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren liegt die Betreuungsquote bei 98,3 Prozent.
Dazu hält Sandra Kern, die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ, fest: „Die Umsetzung der Qualifizierungsoffensive mit dem Modell der arbeitsplatznahen Qualifizierung schafft eine Win-Win-Situation für viele Seiten: Für jobsuchende Niederösterreicher, die Betreuungseinrichtungen, die Personal suchen, für Eltern, die mehr arbeiten wollen oder müssen und für den Wirtschaftsstandort NÖ. Das AMS sorgt für die Rekrutierung und Existenzsicherung der TeilnehmerInnen an diesem Programm.“
Das sagen die Vertreter der Gemeinden
„Die Blau-gelbe Kinder Betreuungsoffensive bedarf einer enormen Kraftanstrengung - auch seitens der Gemeinden. Vor allem die Personalsuche stellt für uns eine riesige Herausforderung dar. Mit dem neuen Programm ermöglichen wir es, Menschen aus ihrer Arbeitslosigkeit heraus den Umstieg in einen neuen Job als KinderbetreuerIn sicherzustellen. Als Teil des Gesamtprojektes übernehmen die teilnehmenden Gemeinden die Kosten der Qualifizierung. Kinderbetreuung ist ein toller Job und der wird für QuereinsteigerInnen mit diesem Programm noch attraktiver!“, sind sich Gemeindebund-Präsident Hannes Pressl und GVV-Präsident Rupert Dworak einig.








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