05.05.2005 14:22 |

Muuuuuuuuh!

Tausende heilige Kühe auf Delhis Straßen

Entgegen einer Anordnung des höchsten Gerichts Neu Delhis sind weiterhin Tausende Kühe auf den Straßen der indischen Hauptstadt unterwegs. Den städtischen Kuhfängern gelang es auch mit Unterstützung der Polizei nicht, die in Indien als heilig geltenden Tiere bis zum Ablauf der vom Gericht gesetzten Frist am Donnerstag einzufangen.

Nach Schätzungen wurden innerhalb der einwöchigen Frist nur wenige hundert Kühe aus der Stadt gebracht. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass noch rund 35.000 Kühe in Neu Delhi leben.

Das Gericht hatte vergangene Woche angekündigt, werde nach Donnerstag noch eine einzige Kuh auf den Straßen Neu Delhis entdeckt, würden die Verantwortlichen in den Behörden zur Rechenschaft gezogen. Die Stadtverwaltung hatte kurz darauf erklärt, die Aufgabe sei frühestens zum Jahresende zu erfüllen. Erwartet wurde, dass die Verwaltung die Richter um eine Fristverlängerung bittet. Die eingefangenen Kühe werden außerhalb der Stadt versteigert.

"Kühe von der Straße holen"
Indische Gerichte hatten bereits zuvor erfolglos angeordnet, die Kühe - ebenso wie die zahlreichen wilden Affen und andere streunende Tiere - aus Neu Delhi zu entfernen. Kühe und Bullen lassen sich oft mitten auf der Straße nieder und gefährden den Verkehr.

Nach offiziellen Angaben gibt es in der Hauptstadt 2655 illegale Molkereien. Mangels Weiden lassen die Besitzer die Tiere tagsüber zur Futtersuche frei - meist fressen die Kühe dann Müll. Die Besitzer wehrten sich in den vergangenen Tagen teils gewaltsam dagegen, dass ihnen die Tiere weggenommen werden.

Montag, 14. Juni 2021
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