Vorletztes Rennen

F1-Champion Vettel geht in Abu Dhabi auf Rekordjagd

Sport
09.11.2011 12:55
Vor einem Jahr krönte sich Sebastian Vettel als krasser Außenseiter in einem dramatischen Saisonfinale beim GP von Abu Dhabi mit 23 Jahren und 134 Tagen sensationell zum jüngsten Formel-1-Weltmeister. Der deutsche Red-Bull-Pilot schrie, jubelte und weinte damals über diesen Triumph. Heuer kehrt Vettel völlig entspannt in das Emirat zurück, denn er hat den neuerlichen WM-Titel bereits in der Tasche. Im vorletzten Saisonlauf am kommenden Sonntag geht es für ihn nur noch darum, weitere Rekorde aufzustellen.

Bereits 13 Mal startete Vettel in dieser Saison von der Pole Position. Fährt er auch auf dem Kurs von Yas Marina die Qualifying-Bestzeit, hat er den Rekord des Briten Nigel Mansell aus dem Jahr 1992 eingestellt. Sollte dem zweifachen Abu-Dhabi-Gewinner außerdem der Sieg gelingen, könnte er zum Abschluss in Sao Paulo Michael Schumachers Bestmarke von 13 Siegen aus der Saison 2004 knacken.

Unschuldslamm mit Killerinstinkt
Vieles spricht dafür, dass Vettels Erfolgsmärchen um weitere Kapitel anwächst. "Natürlich würde ich hier wieder gerne gewinnen", sagte er, schränkte aber ein, Rekorde würden ihm derzeit nicht so viel bedeuten. "Da wäre ich mir nicht so sicher", urteilte Christian Horner. Der Red-Bull-Teamchef bescheinigte seinem Titel-Garanten "einen Killerinstinkt, dabei sieht er aus wie ein Unschuldslamm".

Dass Vettels Heißhunger auf Erfolge und Rekorde nicht gestillt ist, zeigte sich zuletzt in Indien. Obwohl ihn Horner angesichts des sicheren Sieges per Boxenfunk inständig bat, das Tempo zu drosseln, gab Vettel zum Schluss nochmals Vollgas, um sich die schnellste Rennrunde von seinem Teamkollegen Mark Webber zurückzuholen. Damit war Vettels erster Grand Slam perfekt: Sieg, Pole-Position, schnellste Rennrunde und die höchste Anzahl von Führungsrunden.

Teuerste Strecke im Rennkalender
Unabhängig von dieser grandiosen Bilanz und den Aussichten auf weitere Weltrekorde hat die Strecke in Abu Dhabi für Vettel auch dank ihrer Charakteristik einen speziellen Stellenwert. Die Rennen auf dem teuersten Kurs im WM-Kalender beginnen in der Dämmerung und enden bei Nacht. Beeindruckend ist laut Vettel auch die Passage unter dem Yas-Hotel sowie der Boxenausgang. "Wenn man da durchfährt, fühlt es sich an, als ob man aus einer unterirdischen Parkgarage kommen würde", sagte der Deutsche.

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(Bild: KMM)



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