Bis zu 790.000 Menschen verfolgten Rapids Final-Flop im TV, eine Quote wie sonst nur bei Länderspielen, das meistgesehene Cup-Spiel seit dem Grazer Derby 1999. Und mit Sicherheit das lauteste. „Eine tolle Atmosphäre, es war eindrucksvoll. Das war auch für uns eine neue Erfahrung“, bedankte sich ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold bei den Klubs und den Behörden für den nahezu reibungslosen Ablauf am Finaltag. 30.000 Fans pilgerten an den Wörthersee, Zwischenfälle gab es keine.
Damit ist auch klar, dass - obwohl die Stadion-Vergabe neu ausgeschrieben wird - auch die zukünftigen Cup-Endspiele in Klagenfurt stattfinden werden. In kleineren Dimensionen, etwa Linz, wird der ÖFB nicht mehr denken. Dafür zukünftig vielleicht mehr als nur einen (!) Essens- und Getränkekiosk für 10.000 grün-weiße Fans auf der Südseite vor der Arena aufstellen. Da wurden bis zum Einlass viele Einnahmen verschenkt.
Viral gehen auch die Videos von den Tribünen. Die beiden Choreografien vor dem Anpfiff, das irre Pyro-Spektakel nach der Pause - das erinnerte fast an Südamerika. Nur das Ende war unnötig. Dass aus Frust im Finish zwei Rauchtöpfe nach dem 0:2 aus Rapids Sektor auf dem Spielfeld landeten, ist entbehrlich.
Hartes Zeichen der Rapid-Fans
Die Krönung der Trottelei war aber ein pyrotechnischer Gegenstand, der Rapids Ersatzspieler Martin Koscelnik beim Aufwärmen aus dem eigenen (!) Sektor an der Eckfahne traf. Der Slowake ging sogar zu Boden, blieb zum Glück unverletzt. Der „Übeltäter“ wurde indes von anderen Rapid-Fans „gestellt“, aus dem Sektor geworfen.
Ein vielleicht nicht zimperliches, aber gutes Zeichen, dass auch der harte Kern der Rapid-Fans solche Eskapaden nicht will. Zumal jetzt, nach dem geplatzten Titeltraum, auch wieder trostlosere Zeiten kommen könnten …
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