Pilotprojekt an Klinik

Einweg-OP-Werkzeug erhält jetzt ein zweites Leben

Tirol
25.04.2023 15:00

Die Tirol Kliniken testen jetzt in einem Pilotprojekt das Recycling von Einmal-OP-Geräten und sehen dabei Erfolge für die Nachhaltigkeit. Nach einem gelungenen Start folgt nun die nächste Phase.

Bei Operationen entsteht viel Abfall. Sehr häufig werden Einwegprodukte verwendet, die danach direkt in der Tonne landen. Das garantiert zwar gute Hygiene und Sicherheit, ist aber alles andere als nachhaltig. „In vielen Einmal-Geräten sind wertvolle Komponenten verbaut, zum Beispiel seltene Erden, Metalle oder Gold“, erklärt Kornelia Giersig, Leiterin der Ökologie und Abfallwirtschaft am Landeskrankenhaus Innsbruck, „wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diese Wertstoffe wieder dem Produktionskreislauf zurückzuführen.“

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Wir konnten zeigen, dass die Verwertung von Komponenten aus Einmal-OP-Geräten definitiv möglich ist.

Kornelia Giersig

Um Operationen in Tirol etwas umweltfreundlicher zu machen, fiel im März 2022 der Startschuss zu einem Pilotprojekt gemeinsam mit der Firma Johnson & Johnson. Durch Recycling sollen die verwendeten Einwegprodukte ein zweites Leben bekommen. Die OP-Geräte werden dafür in der Klinik desinfiziert und dann zur Firma MPAT in Zirl transportiert. Dort werden diese gewaschen und in speziellen Anlagen erneut desinfiziert. Von Zirl geht es dann nach Schwaz, wo die Geräte von der Firma DAKA in einzelne Teile zerlegt werden. Hierbei spielt auch eine soziale Komponente eine wichtige Rolle, da DAKA auch Menschen mit Beeinträchtigungen beschäftigt, welche die Teile sorgfältig inspizieren und trennen.

Projekt geht nach gutem Start in die nächste Phase 
Mittlerweile ist die Verlängerung des Projektes schon fix. Das Team rund um Giersig zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz: „Wir konnten zeigen, dass die Verwertung von Komponenten aus Einmal-OP-Geräten definitiv möglich ist. Das wollen wir jetzt auf so viele Produkte wie möglich ausweiten“, freut sich die Projektleiterin, „ohne die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und der laufenden Schulung der Mitarbeiter wäre es nicht möglich, im Sinne der Nachhaltigkeit etwas zu bewegen.“

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