Viel Regen und graue Wolken so präsentierte sich der April. Vor allem in der Kaiserstadt Bad Ischl konnte man nur wenige Strahlen erhaschen. Was macht das mit der Psyche?
Auf Regen folgt Sonnenschein, lautet ein beliebtes Sprichwort. Für Oberösterreich müsste es aber aufgrund der aktuellen Witterung eher heißen: Auf Regen folgt noch mehr Regen. Denn der Wettergott ist derzeit mehr als launisch und beglückt die Oberösterreicher nur sehr sparsam mit ausgiebigem Sonnenschein.
Am „Dunkelsten“ war es in Bad Ischl
Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik. Am härtesten hat es Bad Ischl getroffen: Dort wurden im April lediglich 67,2 Sonnenstunden (Stand 23. April) gemessen. Laut langjährigem Mittel hätten die Bad Ischler eigentlich mit 153,6 Stunden beglückt werden müssen. In Linz waren es 88,8 statt 197,4 Sonnenstunden, in Ried 86,3 statt 210,5, in Freistadt 79,7 statt 189,9 und in Windischgarsten 71,3 statt 166,8. Generell zeigte sich die Sonne also im gesamten Bundesland zu selten.
Vitamin-D-Mangel
Im Schnitt mussten die Oberösterreicher mit der halben Sonnenscheindauer auskommen. „Das Defizit ist auch in dieser Woche nicht mehr aufzuholen“, so Meteorologe Christian Ortner von GeoSphere Austria. Was sich nach dem langen Winter bei vielen auf die Psyche schlägt. Denn durch Sonnenmangel sinkt zwar die Gefahr eines Sonnenbrands, dafür kommt es bei vielen zu Vitamin-D-Mangel. Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.
Kinder und Jugendliche gefährdet
Laut aktuellen Studien ist das Risiko, an einer Depression zu erkranken, bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel fast doppelt so hoch. Für eine angemessene Vitamin-D-Versorgung reichen im Schnitt je nach Hauttyp etwa 15 Minuten Sonnenlicht, das aber täglich. Leidtragende sind oft Kinder und Jugendliche, denn wenn in frühen Jahren der Knochenaufbau nicht optimal ist - und dafür ist Vitamin D sehr wichtig -, droht im Alter Osteoporose.









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