Seit Montag hält die aks Gesundheit GmbH rund 37 Prozent der Integra. Ein weiterer Gesellschafter steht in den Startlöchern. Die beiden Anteilseigner „ARB Arbeitsinitiative Regio Bodensee“ und „Berufsvorschule Jugend am Werk“ sind indes ausgeschieden.
Über das Wochenende hat sich immens viel getan: Die Arbeiterkammer Vorarlberg (AK) und die aks Gesundheit GmbH haben sich auf einen neuen Gesellschaftervertrag zur Integra geeinigt. Dieser sieht vor, dass das aks jene 36,7 Prozent des angeschlagenen Sozialunternehmens übernimmt, welche ursprünglich die Beratungsstelle Dowas innehatte.
Der Konkurs konnte somit in letzter Minute abgewendet werden, bestätigte AK-Präsident Bernhard Heinzle auf „Krone“-Nachfrage. Wie berichtet, betrug der Verlust der Integra 2022 rund 900.000 Euro. Ein Sanierungsplan war zunächst gescheitert, weil einer der Hauptgesellschafter, der Verein Dowas, kein weiteres Geld zuschießen wollte.
Es wäre eine echte Katastrophe gewesen, hätte die Integra Konkurs anmelden müssen - für Mitarbeitende und Partner.
Georg Posch, aks-Geschäftsführer
Diesen Verlust haben AK, aks sowie die Anteilseigner „ARB Arbeitsinitiative Regio Bodensee“ (18,33 Prozent) und die „Berufsvorschule Jugend am Werk“ (6,75 Prozent) nun ausgeglichen. Letztere sind mittlerweile aus der Integra ausgeschieden, ihre Anteile hat ebenfalls die AK übernommen.
Weiterer Gesellschafter in Sicht
Dabei dürfte es aber nicht bleiben. Wie Heinzle durchblicken ließ, könnte schon bald ein weiterer Gesellschafter dazukommen. Dabei handle es sich um ein österreichweit in dieser Branche tätiges Unternehmen. „Man hat uns sehr großes Interesse signalisiert, will sich die Zahlen aber noch genauer anschauen“, ist Heinzle zuversichtlich.
aks-Geschäftsführer Georg Posch nennt als primären Beweggrund für das Einsteigen seiner Gesellschaft bei der Integra die Rettung der rund 500 Arbeitsplätze. In der strategischen Partnerschaft sieht er viele Synergien: „Langzeitarbeitslosigkeit ist immer auch ein gesundheitliches Thema. Mit unserer Erfahrung in der Vorsorge können wir jede Menge Expertise einbringen.“








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