Nur Frauen und Kids

Fenerbahce: 50.000 Fans, aber keine Männer im Stadion

Fußball
21.09.2011 13:57
Vor einer besonderen Kulisse hat der türkische Spitzenklub Fenerbahce Istanbul am Dienstagabend sein Liga-Spiel gegen Manisaspor bestritten. Rund 50.000 Zuschauer säumten beim 1:1 die Ränge des Sükrü-Saracoglu-Stadions. Das Besondere daran: Ausschließlich Frauen und Kinder waren für das Heimspiel zugelassen.

Der im türkischen Spielmanipulationsskandal schwer belastete Klub war im Juli nach einem Platzsturm der eigenen Fans in einem Testspiel mit zwei Heimspielen vor leerer Kulisse bestraft worden. Fenerbahce löste dieses Problem auf seine Weise und schloss eine Vereinbarung mit dem türkischen Verband: Nur Frauen und Kinder bis zwölf Jahre durften am Dienstag bei freiem Eintritt ins Stadion.

"Richtig freundliche Atmosphäre"
Der Stimmung in der Arena tat die ungewöhnliche Kulisse keinen Abbruch. Spieler warfen vor dem Anpfiff Blumen ins Publikum, das auch die gegnerische Elf mit Applaus begrüßte. "Es war eine richtig freundliche Atmosphäre", meinte Manisaspor-Spieler Omer Aysan gegenüber Journalisten. Fenerbahces weibliches Vorstandsmitglied Yasemin Mercil freute sich bereits vor dem Anpfiff: "Die Frauen kennen wirklich alle Fan-Choräle." Und sie behielt recht.

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